Demenzkranke in Kliniken: Tipps für Angehörige (Teil 3)

Da viele Demenzkranke meist keine Auskunft über sich, ihre Beschwerden und Wünsche geben können, empfehlen die Vertreter der Alzheimer-Gesellschaft Angehörigen,  das Krankenhauspersonal auf die Demenzerkrankung hinzuweisen.

Auf der Website des Vereins unter www.deutsche-alzheimer.de gibt es für die Patientenaufnahme einen Info-Bogen, auf dem  festgehalten wird, ob der Patient sich noch selbstständig waschen kann, welche Gewohnheiten und Abneigungen er hat, welchen Beruf er früher ausübte.

„Die Information über die Demenz muss an möglichst vielen Stellen ankommen“, sagt die  Selbsthilfevertreterin Sabine Schulz aus Mannheim.  Angehörige sollten vor allem am ersten Tag  möglichst lange den Kranken in der Klinik begleiten, um die Abläufe  kennenzulernen.  Da die Betreuung für einen alleine kaum zu schaffen ist, rät sie Angehörigen, sich  Unterstützung zu holen, etwa bei einem ehrenamtlichen Dienst und einen Besuchsdienst zu organisieren.   Als Bevollmächtigter oder gerichtlich bestellter Betreuer haben Angehörige ein Recht auf Einsicht in die Krankenunterlagen. „Die Behandlung muss mit ihnen besprochen werden, wenn  Demenzkranke nicht mehr in der Lage sind, selbst in die Behandlung einzuwilligen“, empfiehlt die Alzheimer-Gesellschaft.

Dieser Beitrag wurde unter Kliniken, Pflege abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

One Response to Demenzkranke in Kliniken: Tipps für Angehörige (Teil 3)

  1. Leider musste ich auch schon mit Demenz in der Familie Bekanntschaft schließen. Es ist traurig, zusehen zu müssen wie Angehörige immer vergesslicher werden und sogar die eigenen Kinder nicht mehr erkennen.

Schreibe einen Kommentar zu Melvin Gibatolar Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.