Wer sich glutenfrei ernährt, gibt mehr Geld aus

Wer sich glutenfrei ernährt, gibt mehr Geld aus als Allesesser. Im Schnitt sind das pro Monat 97 Euro, heißt es in einer Studie der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft und der Hochschule Fulda. Vor allem  sozial Schwächere bräuchten eine angemessene finanzielle Unterstützung, um sich dauerhaft glutenfrei ernähren zu können, heißt es in einer Mitteilung der Zöliakie-Gesellschaft. Denkbar seien etwa auch Zuschüsse der Krankenkassen. Auch  eine stärkere Berücksichtigung der Mehrkosten bei der Veranlagung der Einkommensteuer komme in Betracht.“

Gluten ist ein Eiweiß, das in Weizen, Roggen, Gerste und vielen anderen Getreidesorten vorkommt. Bei einer Gluteninitoleranz werden Antikörper gebildet, die zu einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut  und zu Durchfall, Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen führen können.

Nach neueren Untersuchungen leidet etwa einer von 250 Menschen an einer Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie). Viele Betroffene wissen oft nichts von ihrer Erkrankung, die  untypische Symptome führen dazu, dass die Diagnose häufig erst Jahre nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen gestellt wird.

 

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6 Antworten auf Wer sich glutenfrei ernährt, gibt mehr Geld aus

  1. Günter sagt:

    Das glutenfreie Ernährung teuer ist, ist eine Binsenweisheit für jeden Zöliakiepatienten. 97 Euro Mehrkosten erscheinen mir aber doch sehr hoch. Es kommt aber sicherlich darauf an, ob man sich natürlich glutenfrei ernährt. Also mit viel Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch etc. und wenigen Kohlehydraten. Oder ob man sehr viele spezielle glutenfreie “Ersatzprodukte” wie Brot, Nudeln, Müsliriegel, Kekse und Kuchen kauft.
    Eine finanzielle Entlastung der Betroffenen wird schwer sein. Und wo ist die Grenze? Echte diagnostizierte Zöliakiekranke? Menschen mit einer echten oder vermuteten Glutensensitivität (die noch nicht mal nachzuweisen ist)?

    • Sabine Schiner sagt:

      Eine gute Nachricht kommt aus Darmstadt: Das Unternehmen Zedira hat einen Wirkstoff entwickelt, mit dem Entzündungen bei Zöliakie-Patienten vorgebeugt werden soll. Derzeit ist er in der ersten Phase der klinischen Prüfung. “Natürlich muss der Wirkstoff zunächst seine Verträglichkeit und Wirksamkeit unter Beweis stellen. Dies wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen”, heißt es auf der Website des Unternehmens.

  2. Sonja sagt:

    Es stimmt zu gewissen Teilen. Kann mich meinem Vorredner aber im groben nur anschließen. Was diese Form der Ernährung teurer macht, sind die Ersatzprodukte. Wobei man auch hier sagen kann, dass gerade die Produkte in den großen Supermarktketten meisten die, der teuerer Kategorie sind. Bestellt man bei den bekannten Shops im Web, kann man auch in diesem Bereich etwas sparen.
    Man kann seine Ernährung natürlich auch soweit umstellen, dass man von diese Ersatzprodukten fast gänzlich absehen kann.

    • Sabine Schiner sagt:

      …ich vermute mal, dass das Umstellen der Ernährung aber sehr zeitintensiv ist, oder?

      • Kerstin sagt:

        Die Umstellung ist nicht zeitintensiv, man muss sich bloß erst mal klar machen, wo dieses Gluten überall enthalten ist. Und dann stellt man die Hauptprodukte (Nudeln, Mehl, Brot, Gebäck) um (glutenfreie Produkte gibt es ja mittlerweile auch im Supermarkt, wobei ein Reformhaus / Online-Shop natürlich ein größeres Sortiment hat) und meidet alle Produkte, die Gluten enthalten. Auf meinem Blog http://www.landherzen.de findet Du Tipps und ganz viel Rezepte! LG, Kerstin

  3. Kerstin sagt:

    Ich ernähre mich seit 2007 glutenfrei (Zöliakie) und mein Mann hat sich der glutenfreien Ernährung angepasst, damit ich nicht zweierlei kochen muss. Unser Haushalt ist sozusagen komplett glutenfrei. Natürlich sind die glutenfreien Produkte etwas teurer, aber wenn man selber bäckt (Kuchen/Gebäck/Brot), dann ist es insgesamt nicht viel teurer…auf meinem Blog http://www.landherzen.de stelle ich Euch meine Lieblingsrezepte vor, die jedem schmecken…natürlich helfe ich auch gerne weiter, wenn Ihr Fragen habt oder Tipps benötigt! Liebe Grüße, Kerstin

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