Web 2.0 beim Kinderarzt

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat vorgeschlagen, Ärzte für Vorsorge-Unterschulungen in die Schulen zu schicken. Nach dem Vorbild der Schulzahnärzte sollen Allgemeinmediziner künftig also Schulkinder untersuchen. Wie dieser Vorschlag wohl bei den Kinderärzten ankommt? Noch hat der Blogger-Kollege die Geschichte nicht aufgegriffen. Ein Besuch seiner Seiten lohnt trotzdem. Der „Kinderdoc“ bloggt seit 2006 und erzählt Geschichten aus dem Alltag seiner Kinderarztpraxis. Verfremdet natürlich, schließlich muss er als Mediziner Datenschutz und Schweigepflicht wahren. Die Geschichten sind oft witzig, manchmal  zynisch – immer aber sind sie informativ. Der „Kinderdoc“ klärt nämlich auch auf – über Impfungen oder Ernährung und darüber, dass Erzieherinnen im Kindergarten zwar zur Ersten Hilfe verpflichtet sind, selbst aber keine Medikamente verabreichen dürfen. Mit diesem Rundum-Paket ist er auf Platz zwei meiner ganz persönlichen Blog-Hitliste – und kommt gleich nach der „Chirurgenwelpe“ .

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4 Responses to Web 2.0 beim Kinderarzt

  1. Marc sagt:

    Wäre das mit den Vorsorge-Untersuchungen ein Vorschlag von rot-grün gewesen, hätten die CDU-Ministerpräsidenten das bestimmt als Versuch der Bundesregierung in die Kultuskompetenz der Länder (die einzige, die sie tatsächlich noch haben) scharf abgelehnt. 😀

  2. Peter sagt:

    Liebe Bloggerin (Frau Schiner ;-)),

    erstmal vielen Dank für den tollen Linktipp. Ich werde dort mit Sicherheit häufiger vorbeisehen, da mein Bruder selbst Kinderarzt ist und da mit Sicherheit einige Parallellen auftauchen.

    Mein Bruder sieht den Vorschlag natürlich mit sehr viel Skepsis. Er glaubt aber nicht, dass sich dieses Vorhaben durchsetzen wird. Ansonsten gibt es ja immer noch Kinder außerhalb der Schule, die wesentlich häufiger einen Kinderarzt aufsuchen (Vorschulkinder, Kindergartenkinder, Kleinkinder und Babys).

    Liebe Grüße
    Peter

  3. Yanaz sagt:

    Das ist ein vernünftiger Vorschlag. Man darf nicht warten, bis alle zur Vernunft kommen, denn sonst können die Spätfolgen wesentlich höhere Kosten nach sich ziehen.

  4. Amelie sagt:

    Liebe Frau Schiner,

    da haben Sie wirklich mal einen lesenswerten Blog vorgestellt. Ich finde den Vorstoss der FDP, einen verbindlichen Arztbesuch in der Schule anzubieten sehr sinnvoll. Aus meiner Jugendzeit kenne ich noch die Impfungen in der Schule. Diese Variante ist natürlich noch viel besser, als der Arztkontakt bei einer blossen Impfung. Ich hoffe das dieses Projekt im wahrsten Sinne „Schule“ macht.

    Viele Grüße

    Amelie

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