Versorgungsprobleme bei Parkinsonpatienten

Die Versorgung von Patienten mit Parkinson, einer langsam fortschreitenden neurologischen Erkrankung,  ist unzureichend. In Deutschland gibt es derzeit etwa 300.000 Betroffene. „Ein Blick auf die Landkarte in Hessen zeigt, dass Mittel- und Nordhessen deutlich unterversorgt sind und der Frankfurter Raum und die Bergstraße etwas besser dastehen“, heißt es in einer Mitteilung des Zentrums für Neurologie und Seelische Gesundheit in Griesheim.

Es habe in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte bei den Behandlungsmöglichkeiten gegeben, doch die Behandlung von Parkinson-Patienten brauche Zeit und Geld, klagt der Neurologe Dr. Stefan Specht. Hinzu komme, dass die Arzneimittel für Parkinson-Kranke teuer seien – und Ärzte schnell ihr Verordnungsbudget überschreiten. Sie können dafür Nachträglich von den gesetzlichen Krankenkassen belangt werden. Die Leidtragenden dieser Arznei- und Heilmittelregresse sind die chronisch kranken Patienten.

Wie es in der Mitteilung des Zentrums weiter heißt, könnten Versorgungsverträge, die die Nervenärzte mit den Krankenkassen abschließen, die Situation verbessern. Praktiziert werde dies bereits in Rheinland-Pfalz. Vorgeschrieben sei dort beispielsweise, dass die Vertragspartner eng miteinander kooperieren und dass die Rehabilitation der Patienten möglichst zeitnah erfolgt.

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