…und wer zahlt?

Der Tod gehört zum Alltag in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Trotzdem gibt es Mängel bei der Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. In einem Grundsatzpapier machen zwei Palliativverbände auf  die Defizite aufmerksam. Sie fordern eine ausreichende schmerzmedizinische Versorgung am Lebensende und gut ausgebildete Pflegemitarbeiter. „Die Aufgabe der Mitarbeiter kann sich nicht nur auf die Grundpflege beschränken“, heißt es in der Stellungnahme. Die Versorgung von Sterbenden erfordere vom Pflegepersonal eine ausreichende Qualifikation und eine kontinuierliche Betreuung. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, empfehlen die Palliativexperten, auch Vertreter anderer Berufsgruppen und ehrenamtliche Helfer zu beschäftigen. Sie sollen den Pflegekräften bürokratische Aufgaben abnehmen, damit ihnen mehr Zeit für die Patienten bleibt. Für die medizinische Betreuung sollen die Einrichtungen stärker mit Hausärzten zusammenarbeiten, die ebenfalls palliativmedizinische Zusatzkenntnisse haben.  

Recht so! Doch leider gibt es in dem Grundsatzpapier keine detaillierten Aussagen dazu, wie das Ganze finanziert werden soll. Es heißt lediglich lapidar, dass Politik, Selbstverwaltung und Einrichtungsträger geeignete Rahmenbedingungen schaffen sollen. Angesichts der zunehmenden Zahl an pflegebedürftigen Menschen, ist das wohl eher ein frommer Wunsch. Oder hat jemand ein Rezept?

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