Politiker gegen Internet-Praxen

SPD und Union wollen nach Medienberichten Internet-Praxen wie „DrEd“   künftig die Geschäftsgrundlage entziehen. Das Risiko von Fehldiagnosen sei bei Online-Konsultationen groß, der Patientenschutz  gefährdet,  meldet etwa die Berliner Zeitung. Die Politiker der Arbeitsgruppe Gesundheit, die sich derzeit zu Koalitionsverhandlungen treffen, hätten in einer Vorlage festgeschrieben, dass  künftig ohne direkten Arzt-Patienten-Kontakt keine Arzneimittel mehr verschrieben werden dürfen.
Erst kürzlich hatte es Diskussion  gegeben, weil der britische Internetanbieter  „DrEd“ Rezepte für die  Pille danach (Levonorgestrel) an Patientinnen abgegeben hatte. Am vergangenen Freitag hatte der Bundesrat sich dafür ausgesprochen, die Pille danach ganz von der Rezeptpflicht zu befreien.

Mehr zu “DrEd”: Die Online-Arztpraxis mit Sitz in London gibt es seit Juli 2011. Die Praxis wurde von David Meinertz und Amit Khutti zusammen mit Sebastian Winckler, Facharzt für Allgemeinmedizin, gegründet. Die Ärzte sind bei der britischen Ärztekammer registriert. Im November 2011 ging das deutschsprachige Angebot für Deutschland, Österreich und die Schweiz online. Verschrieben werden nur Privatrezepte. Jeder Patient muss selbst mit seiner gesetzlichen Krankenkasse klären, ob sie die Kosten erstattet. Nach Angaben der Online-Praxis geht es in den Anfragen häufig um Themen wie  Erektionsstörungen, Haarausfall, Pille und Pille danach, Chlamydieninfektionen, Gonorrhö und Genitalherpes.

Dieser Beitrag wurde unter Gesundheitspolitik, Medi-Media, Medizin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>