Gesund und munter: Heidelberger Studenten

Glaubt man den Pressemitteilungen der Krankenkassen, nehmen psychische Erkrankungen in allen Bevölkerungsschichten zu. Eine Studie der Uni Heidelberg kommt zu einem ganz anderen Ergebnis: Danach sind psychische Probleme bei Studenten zwischen 1994 und 2012 deutlich zurückgegangen.

Eine Doktorandin hat Heidelberger Medizin- und Psychologiestudenten befragt. Das Ergebnis der Untersuchung, die mit zwei standardisierten Fragebögen durchgeführt wurde:. Schätzten sich 1994 von 344 Studierenden, die mit einer psychosozialen Beschwerdeliste befragt wurden, noch 22 Prozent als klinisch beeinträchtigt ein, so waren es 2012 bei 293 Befragten nur 16 Prozent.

Die Ergebnisse sollen wissenschaftlich noch weiter abgesichert werden, heißt es in einer Mitteilung der Uni. Als kühne Hypothese wird vermutet, dass bei den um 1970 geborenen Studierenden die  Einflüsse der Kriegs- und Nachkriegszeit noch stärker ausgeprägt waren als bei den um 1990 Geborenen. Vielleicht haben sich auch die Studienbedingungen und die Hilfsangebote bei psychischen Krisen verbessert. „Sicher ist auch die Hemmschwelle geringer geworden, sich rechtzeitig psychotherapeutische Unterstützung zu suchen“, heißt es weiter.  Die Studie wurde im Fachjournal „Mental Health & Prevention“ veröffentlicht.

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