Meldestelle für mehr Transparenz

Hier noch ein Nachschlag: Der Spitzenverband der Krankenkassen hat auf seiner Website eine Online-Meldestelle eingerichtet, wo jeder, der das Gefühl hat, dass es in Kliniken, Praxen, Apotheken oder beim Physiotherapeuten nicht mit rechten Dingen zugeht, seine Erlebnisse schildern kann. Die Kassenvertreter prüfen die Einträge, liegt der Verdacht auf eine strafbare Handlung vor, unterrichten sie die Staatsanwaltschaft. Keine schlechte Idee – zumindest aus Kassen- und Patientensicht. Transparenz kann nicht schaden.

Die Chefs der KV Hessen sehen das anders. Sie kritisieren das Meldeverfahren „auf das Schärfste“.  In einer Mitteilung heißt es: „Wir sind empört, dass unsere vermeintlichen Partner auf Kassenseite bei ihrer Hetzkampagne gegen Ärzte und Psychotherapeuten nun offensichtlich die nächste Stufe gezündet haben. Hier wird systematisch eine Berufsgruppe kriminalisiert, deren Ziel es ist, Menschen zu helfen und die das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt. Und genau diese Patienten werden nun aufgehetzt und zu Stasi-Methoden animiert, um so gegen ihre behandelnden Ärzte vorzugehen. Das ist vollkommen inakzeptabel und steigert die verständliche Wut bei Ärzten und Psychotherapeuten weiter.“

Dieser Beitrag wurde unter Gesundheitspolitik abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.