Erste Hilfe für Retter

Rettungskräfte leben gefährlich. Die SPD-Fraktion hat im Wiesbadener Landtag einen Änderungsantrag zum Rettungsdienstgesetz eingebracht und einen besseren Schutz gegen körperliche Angriffe gefordert. Damit die Rettungskräfte sich selbst schützen können, sollen künftig Konfliktmanagement- und Deeskalationstrainingskurse zur Ausbildung dazugehören. Im April hatte die Unfallkasse NRW die erste repräsentative Studie vorgelegt, die zeigt, dass Rettungskräfte im Einsatz häufig beschimpft, weggeschubst oder angespuckt werden. Von Erfahrungen mit mindestens einem aggressiven Übergriff haben knapp 60 Prozent der insgesamt 858 Befragten berichtet. Die Studie zeigt auch: Zu Übergriffen kommt es nicht nur auf Volksfesten oder in Fußballstadien. Verbale Gewalt und Aggressionen gibt es genauso oft im privaten (45 Prozent) wie im öffentlichen Raum (49 Prozent). Mehr als jeder vierte Übergriff gegen Rettungskräfte (27,1 Prozent) ereignet sich in bürgerlichen Wohngegenden. Die meisten Täter sind zwischen 20 und 39 Jahren alt, männlich und oft alkoholisiert.

Dieser Beitrag wurde unter Gesundheitspolitik abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.