Winterkapriolen

Schneeglöckchen und rote Lenzrosen. Foto: Marion Menrath

Schöner Kontrast: Gefüllte Schneeglöckchen und rote Lenzrosen im Loki-Schmidt-Garten in Hamburg. Foto: Marion Menrath

Als keiner mehr damit gerechnet hat, ist es doch noch einmal richtig kalt geworden. Die “Russenpeitsche” hatte das Land mit eisigen Ostwinden im Griff. Auch wenn sich die Minusgrade zumindest im Rhein-Main-Gebiet einigermaßen in Grenzen hielten, fühlte sich der Wind auf der Haut wesentlich kälter an.
Zuvor war der Vorfrühling nahezu davon galoppiert. Schon Ende Dezember wurden in Südhessen die ersten Schneeglöckchen gesichtet. Das Foto mit den Gefüllten Schneeglöckchen und der Lenzrose ist Ende Januar bei einem Besuch im Loki-Schmidt-Garten entstanden, dem neuen Teil des Botanischen Gartens in Hamburg.

Schneeglöckchen und Krokusse werden von der Stockrose und Glockenblumen verdeckt. Foto: Marion Menrath
Schneeglöckchen und Krokusse brauchen Platz. Doch leider versperren ihnen die Blätter von Stockrose und Glockenblumen den Weg. Foto: Marion Menrath

In meinem Garten waren die Frühblüher, Schneeglöckchen und Elfenkrokusse, da auch längst aktiv. Doch leider hat man lange nicht allzu viel davon gesehen: Im Herbst haben sich Glockenblumen auf dem Beet breit gemacht. Außerdem hatte ich eine Stockrose gepflanzt, deren Blätter eine große Gruppe der Gefüllten Schneeglöckchen zudeckte. So war das eigentlich nicht geplant! Lässt man sie in Ruhe, können Elfenkrokusse im Lauf der Zeit große Flächen erobern. Mittlerweile wachsen sie auch zwischen den Himbeersträuchern und haben sogar den Gartenweg überwunden und sich im Rosenbeet an der Gartenhütte ausgebreitet.

Leider ist das mit dem In-Ruhe-Lassen gar nicht so einfach. Im Sommer, wenn die Frühblüher sich längst in ihre Zwiebeln zurückgezogen haben, soll ja auch etwas Blühendes ins Beet. Meist gräbt man dann aus Versehen einige der Krokus-Zwiebelchen aus.

Die “Russenpeitsche” hat nun zumindest die Glockenblumen platt gemacht. Leider haben sich auch die Blüten der Krokusse lang gelegt. Immerhin besteht die Hoffnung, dass sie sich wieder aufrichten, wenn es wärmer wird. Und das soll bald der Fall sein: Schon an diesem Wochenende soll es wirklich Frühling werden.

Eine Duftpelargonie trotzt dem deutschen Winter. Foto: Marion Menrath

Eine Duftpelargonie trotzt dem deutschen Winter. Foto: Marion Menrath

Dann wird sich auch zeigen, ob es ein unerwarteter Überlebender geschafft hat: Während die mediterranen Kübelpflanzen längst sicher im Wintergarten stehen, ist im Kasten vor dem Wohnzimmerfenster  noch immer eine einsame Duftpelargonie übrig. Das Gewächs hat zwar sichtbar gelitten, aber hinüber scheint es nicht zu sein. Duftpelargonien stammen ursprünglich aus Südafrika und sollen bis zu minus fünf Grad vertragen. Nur haben  Exemplare dieser Gattung bisher bei mir schon beim geringsten Frost die Biege gemacht. Auf alle Fälle habe ich noch einen Ableger abgenommen. Das robuste Gewächs verdient im Sommer eine neue Chance.

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