Erstfrühling mit Forsythien

Erste Blüten an Forsythien

Die Forsythien treiben schon die ersten Blüten. Sie sind Zeigerpflanzen für den Erstfrühling. Foto: Marion Menrath

Kaum steigt die Temperatur um ein paar Grad, geht es mit dem Frühling voran. Die Schneeglöckchen wurden von Krokussen und frühen Osterglocken abgelöst. Amseln fangen zaghaft an, in der Abenddämmerung zu singen und auch das Zwitschern der Spatzen hört sich munterer an. In einigen Gärten treiben schon die ersten Forsythien aus. Der zu den Ölbaumgewächsen gehörende Strauch ist mit seinen leuchtend gelben Blüten eine so imposante und weit verbreitete Erscheinung, das er eine wichtige Zeigerpflanze im phänologischen Kalender ist. Continue reading

Ärger mit den Untermietern

Der Singstar der Vogelwelt: Sturnus vulgaris. Foto: Wikipedia

Der Singstar der Vogelwelt: Sturnus vulgaris. Foto: Wikipedia

Normalerweise helfen Untermieter, die Fixkosten für Haus oder Wohnung auf mehr Schultern zu verteilen und so den Bankrott zu vermeiden. Dafür nimmt man in Kauf, dass der Untermieter auch mal eigene Vorstellungen vom Wohnen verwirklichen will.

Meine Untermieter haben jedoch keinen Vertrag, zahlen nicht und gefragt haben sie vor dem Einzug auch niemanden. Doch nun haust das Starenpärchen nun mal im Vordach. Das Loch in der Seitenverkleidung, das dorthin führt, hätte ich für höchstens spatzengroß gehalten. Doch die Stare haben bewiesen, dass sie da gut durchpassen.

Während ich diese Woche arbeiten war, ist man bei den Stars offensichtlich mit der Familienplanung weitergekommen. Jedenfalls flogen die Vögel heute mit etwas wurmähnlichem im Schnabel heran.

Nicht o.k. ist aber, dass sie sich jedes Mal laut keckernd beschweren, wenn ich die Fenster zum überdachten Balkon, der an das Loch angrenzt, aufmache oder mich dort gar am Fenster zu zeigen wage. Schließlich war ich zuerst da. Und den Balkon brauche ich demnächst, um die endlich gekeimten Tomatenpflänzchen aufzuziehen.

Meine anderen Untermieter, die Spatzen im Bambus am Hauseingang, konnten sich auch nicht mit dem Wunsch durchsetzen, dass dort nach Sonnenuntergang kein Licht brennen darf. Schließlich ist das im Winter arg früh und unsere Besucher sind meist keine Fledermäuse, sodass sie den Weg zu uns nicht mit Ultraschall finden. Die Spatzen mussten sogar hinnehmen, dass Menschen manchmal im Dunkeln Schnee schippen müssen – was einen einst zum Flattern im Dunkeln brachte. Ich hab’ den Spatzen dann klargemacht, dass sie Kulturfolger sind und Schneeschippen etwas mit Kultur zu tun habe. Seitdem ist Ruhe.

Den Staren werde ich erzählen, dass sie laut Wikipedia angeblich zu den weltweit häufigsten Vögeln gehören. Bei der Stunde der Gartenvögel kamen sie 2012 in Deutschland allerdings nur auf Platz fünf, nach Spatz, Amsel, Kohl- und Blaumeisen. Die Neuauflage 2013 läuft nächste Woche, von 9. bis 12. Mai: Stunde der Gartenvögel