Schlammschlacht im Gartenteich

Der Teich in unserem Garten existiert vermutlich seit mehr als 30 Jahren. Üppiger Pflanzenbewuchs hilft beim Abbau der Nährstoffe. Foto: Marion Menrath

Der Teich in unserem Garten existiert vermutlich seit mehr als 30 Jahren. Üppiger Pflanzenbewuchs hilft beim Abbau der Nährstoffe. Foto: Marion Menrath

Vor einem Jahr stand es schlecht um die Goldfische im Gartenteich. Ein langer Winter und ein kühles Frühjahr führten dazu, dass bis April nichts wuchs rund um den Teich. Normalerweise hilft ein üppiger Pflanzenbewuchs, die Nährstoffe im Wasser abzubauen. Doch als ich damals die Pumpe anstellte, wurde Faulschlamm aufgewirbelt, der das ganze Wasser verseuchte. Die Fische hingen an der Oberfläche und schnappten verzweifelt nach Luft. Seitdem besitze ich einen Teichschlammsauger. Seit Kurzem sorgt zudem ein solarbetriebener Sprudelstein für Belüftung. Dieser sprudelt somit umso intensiver, je heller die Sonne scheint.
Normalerweise hätte ich mir in einem so kleinen Vorgarten keinen Teich gegönnt. Oder allenfalls einen kleinen, nur zeitweise gefüllten Tümpel als Lebensraum für Frösche, Kröten und Libellenlarven. Doch Teich und Fische waren schon da, als wir eingezogen sind. Continue reading

Halbgefrorenes

rose_gefroren2

Vor Schock erstarrt sind diese Rosenblüten nach dem ersten Nachtfrost Ende November. Foto: Marion Menrath

Gartenbesitzer müssen jetzt stark sein. Allmählich macht der Winter doch ernst. Zudem hat man nicht mehr so viel vom Garten, wenn es morgens beim Weggehen noch dunkel ist und abends beim Heimkommen schon wieder. Mitte vergangener Woche gab es schon einen Vorgeschmack mit zugefrorenen Autoscheiben und schockgefrosteten Rosen in der Nachbarschaft. Bei mir hat es in dieser Nacht die letzten Tomatenpflanzen dahin gerafft. Ich wollte mal sehen, wie lange sie geschützt von der Hauswand vor dem Wohnzimmerfenster durchhalten. Am 26. oder 27. November war es vorbei. Continue reading

Alles tropft

Die Wohlriechende Heckenkirsche hat mittlerweile nur noch sehr wenig Blüten. Immerhin entstand dieses Foto im Trockenen vom Frühstückstisch aus. Foto: Marion Menrath

Die Wohlriechende Heckenkirsche hat mittlerweile nur noch sehr wenig Blüten. Immerhin entstand dieses Foto im Trockenen vom Frühstückstisch aus. Foto: Marion Menrath

Eigentlich hatte ich nach dem schönen Frühlingsauftakt viele Pläne für ein gärtnerisches Wochenende. Auch erste Ideen für ein Angrillen gab es schon.

Und nun das: Tropf, tropf, tropf, schütt. So geht das schon den ganzen Tag über. Am Freitag habe ich mich noch über den Regen gefreut, nachdem ich diese Woche den ersten durstigen Frühjahrsblühern mit dem Gartenschlauch beistehen musste.

Doch diese Kälte habe ich nicht bestellt, wirklich nicht. Die mühsam gekeimten Tomaten versuchen gerade zurück ins Samenkorn zu kriechen, die Kartöffelchen keimen nur noch in Zeitlupe. Im Garten warten zum falschen Zeitpunkt geschlüpfte Insekten auf bessere Zeiten und ein Starenpaar hat an unserem Dach ein Schlupfloch ins Trockene gefunden.

Außerdem blüht mittlerweile mein Apfelbäumchen, das ich voriges Jahr gesetzt habe. Das Ballerinabäumchen der pflegeleichten Sorte Topaz ersetzte einen Vorgänger, der mehrere Jahre auf dem Balkon unserer früheren Wohnung überlebt hat. Im Winter 2009/2010 hat es ihn dann aber doch dahingerafft. Nachdem es vergangenes Jahr nicht geklappt hat, hoffe ich eigentlich in diesem Herbst auf die erste Ernte.

Nach der Kaltfront zur Kirschblüte ist es jetzt pünktlich zum Auftakt der Apfelblüte wieder kalt geworden. Foto: Marion Menrath

Nach der Kaltfront zur Kirschblüte ist es jetzt pünktlich zum Auftakt der Apfelblüte wieder kalt geworden. Foto: Marion Menrath

So wird's nichts mit der Bestäubung: Tropfnasse Apfelblüten. Foto: Marion Menrath

So wird’s nichts mit der Bestäubung: Tropfnasse Apfelblüten. Foto: Marion Menrath

Dass der Regen auch schöne Seiten hat, habe ich dann bei einem (nassen) Rundgang im Garten entdeckt.

Tropf, tropf an einer Kletterrose. Foto: Marion Menrath

Tropf, tropf an einer Kletterrose. Foto: Marion Menrath

Was von den Kirschblüten übrig blieb. Foto: Marion Menrath

Was von den Kirschblüten übrig blieb. Foto: Marion Menrath

Nasses Insekt. Wegen der Flügelhaltung tippe ich auf eine Raubfliege. Diese ernähren sich von anderen Insekten. Es könnte eine Schwarze Mordfliege sein - oder eine ähnliche Art.  Foto: Marion Menrath

Nasses Insekt. Wegen der Flügelhaltung tippe ich auf eine Raubfliege. Diese ernähren sich von anderen Insekten. Es könnte eine Schwarze Mordfliege sein – oder eine ähnliche Art. Foto: Marion Menrath

Tulpen im Regen. Foto: Marion Menrath

Tulpen im Regen. Foto: Marion Menrath

Tulpen im Regen. Foto: Marion Menrath

Tulpen im Regen. Foto: Marion Menrath

Tulpen im Regen. Foto: Marion Menrath

Tulpen im Regen. Foto: Marion Menrath

Fische haben es gut. Das Nass ist ihr Element und Regen bringt meist schönes sauberes Wasser in den Teich, der nun viel weniger verschlammt ist. Foto: Marion Menrath

Fische haben es gut. Das Nass ist ihr Element und Regen bringt meist schönes sauberes Wasser in den Teich, der nun viel weniger verschlammt ist. Foto: Marion Menrath

Rettungsaktion am Gartenteich

Teichrettung im Frühjahr Foto: Marion Menrath

Teichrettung im Frühjahr Foto: Marion Menrath

So viel ist zu tun im Garten. Doch am Sonntag rufen die Goldfische im Gartenteich plötzlich um Hilfe. Bildlich gesprochen natürlich, denn rufen können die überwiegend stummen Fische (abgesehen von speziellen Sorten wie Knurrenden Gurami) nicht. Die Fische hängen alle an der Wasseroberfläche und schnappen nach Luft. Und die trübe Brühe, in der sie schwimmen, riecht faulig. Oberste Priorität also.

Was war geschehen? Eigentlich hatte ich es gut gemeint mit den Fischen und hatte am Samstag endlich abgestorbene Pflanzen am und im Teich entfernt und dann die Pumpe gesäubert und wieder in Betrieb genommen. Die Pumpe lief die ganze Nacht über.

Continue reading