Der Frühling läuft sich langsam warm

Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) auch Winter-Geißblatt genannt. Foto: Marion Menrath

Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) auch Winter-Geißblatt genannt. Nach spärlichem Blühbeginn im Dezember legt der chinesische Zierstrauch jetzt Anfang März richtig los und liefert Nahrung für die ersten Insekten. Foto: Marion Menrath

Dieses Frühjahr zerrte bisher an den Nerven, mit seinem ständigen Auf und Ab der Temperaturen. Zumindest sprechen die Meteorologen seit Sonntag von Frühling. Zwar sind zu den Schneeglöckchen und der seit Dezember erst spärlich, mittlerweile üppig blühenden Wohlriechenden Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima), einem Zierstrauch aus China,  Krokusse und Winterlinge dazu gekommen. All das taugt aber phänologisch nur zum Vorfrühling. Allergiker klagen wegen blühender Erlen und Haselsträuchern schon seit Wochen über zunehmenden Heuschnupfen. Die anderen husteten und schnieften wegen grassierender Erkältungen und Grippe mit. Continue reading

Warm, kalt, gefroren, warm, kalt

Rosenblüte im Dezember

Spätblüher: Diese englische Rose hatte bis kurz vor Weihnachten noch keine Lust auf Winterruhe. Foto:Marion Menrath

Der Jahreswechsel begann gleich mit Wetterkapriolen. 2014 geht in Deutschland als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte ein. Wobei diese Wärme nach meinem subjektiven Empfinden sehr ungünstig verteilt war: Zu Jahresbeginn blieb der Winter komplett aus und auch der Spätherbst war sehr mild. Der Hessentag in Bensheim vom 6. bis 15. Juni machte mit Temperaturen über 30 Grad und zehn Tage ohne Regen als Sommermärchen von sich reden. Da ich dort gut eingespannt war, vertrocknete in dieser Zeit in meinem Garten eine neu gepflanzte Blutjohannisbeere. Im Juli wurde es dann aber wechselhaft und der August fiel quasi komplett ins Wasser.

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Das Himbeerorakel ist kaputt

Falls sich jemand wundert, dass es keine Himbeer-Vorhersagen mehr gibt: Das Himbeerorakel ist kaputt, die Ernte fast beendet. Das fing schon beim Viertelfinale Frankreich gegen Deutschland an. Das Himbeerorakel sah nur noch Schwarz: Nur noch die schwarze Sorte “Black Jewel” lieferte einigermaßen Erträge. Dazu gab es zwei rote Himbeeren. Die Gelben hatten einfach die Produktion eingestellt. Zum Glück hatte ich an dem Tag Internetprobleme und schaffte es nicht, die verheerende Prognose vor 18 Uhr zu posten.

Beim Halbfinale gegen Brasilien hätte das Orakel dann völlig versagt. Jetzt gab es auch nur noch schrumpelige, kleine schwarze Himbeeren, keine roten und gelben mehr. Bei “Black Jewel” hört der Ertrag immer ganz plötzlich auf. Die letzten Ruten verdorren einfach samt Mickerfrüchten. Ob das das gefürchtete Rutensterben bei Himbeeren ist, weiß ich nicht. Meine roten Sorten sollen immun dagegen sein und früher wuchsen in der Ecke, wo sie stehen, auch keine Himbeeren.

Mittlerweile haben die schwarzen und roten Sorten die Produktion eingestellt. Dafür wird die gelbe “Golden Queen”, die eigentlich eine Herbsthimbeere ist, noch einmal ein Comeback feiern – vermutlich aber erst nächste Woche. Weil dieses Jahr alles ein bisschen früher ist, trägt sie schon Mitte Juli und zwar an diesjährigen Ruten, kaum das die letztjährigen die Produktion eingestellt haben. Es wird also noch zeitnah feine goldene Früchtchen geben, was immer das für die WM heißen mag.

Himbeerorakel: Deutschland – Algerien

himbeerorakel

Schwarz, Schwarz, Schwarz sind heute fast alle meine Himbeeren. Rot und Gelb ist nur noch in Spurenelementen enthalten. Foto: Marion Menrath


Das nächste Spiel ist immer das Schwerste, sagen die Sportler. Heute Abend tritt Deutschland im Achtelfinale gegen Algerien an. Während andere Hunde, Wollschweine oder Nasenbären als WM-Orakel einsetzen, vertraue ich auf meine Himbeeren in den Farben Schwarz, Rot und Gelb. Solange alle drei Farben im Garten geerntet werden können, sieht es gut aus für Deutschland. So ein Orakel ist natürlich komplett gaga, aber auch nicht schlechter als ein Kraken- oder Wollschweinorakel. ;-)
Die Himbeeren haben gesprochen und sagen Schwarz, Schwarz, Schwarz, Schwarz mit jeweils nur drei Einsprengseln roter und gelber Himbeeren. Prognose: Deutschland kommt weiter, aber nach einem harten Arbeitssieg. Wenn nicht, werden die Himbeeren künftig gleich gegessen und nicht mehr vorher angeschaut, versprochen.

WM-Orakel mit Himbeeren

Schwarz, rot, gelb sind die Himbeeren aus meinem Garten - wie die deutsche Flagge, nur etwas ungeordneter. Foto: Marion Menrath

Schwarz, Rot, Gelb sind die Himbeeren aus meinem Garten – wie die deutsche Flagge, nur etwas ungeordneter. Foto: Marion Menrath

Andere verwenden Tiere als Orakel, um die Spiele der Fußball-WM vorauszusagen: Hunde, Pferde, Nasenbären, Gürteltiere oder den berühmten Orakelkraken Paul. Ich vertraue auf Himbeeren, die in Schwarz, Rot, Gelb in meinem Garten wachsen. Continue reading

Nachtblüher im Garten

Die Nachtviole (Hesperis matronalis) ist als Kreuzblütler verwandt mit Raps, Rettich, Senf- und Kohlarten. Sie duftet nachts betörend nach Veilchen und Nelken. Foto: Marion Menraht

Die Nachtviole (Hesperis matronalis) ist als Kreuzblütler verwandt mit Raps, Rettich, Senf- und Kohlarten. Sie duftet nachts betörend nach Veilchen und Nelken. Foto: Marion Menraht

Wer tagsüber arbeitet, freut sich, wenn es auch nachts noch im Garten blüht und duftet. Nachtviole heißt das tagsüber unscheinbare Gewächs, das mir im Frühjahr manchen Abend versüßt hat. Mittlerweile ist sie leider verblüht, aber möglicherweise gibt es im Herbst noch mal ein Wiedersehen mit Nelken- und Veilchenduft im Mondschein. Continue reading

Schlammschlacht im Gartenteich

Der Teich in unserem Garten existiert vermutlich seit mehr als 30 Jahren. Üppiger Pflanzenbewuchs hilft beim Abbau der Nährstoffe. Foto: Marion Menrath

Der Teich in unserem Garten existiert vermutlich seit mehr als 30 Jahren. Üppiger Pflanzenbewuchs hilft beim Abbau der Nährstoffe. Foto: Marion Menrath

Vor einem Jahr stand es schlecht um die Goldfische im Gartenteich. Ein langer Winter und ein kühles Frühjahr führten dazu, dass bis April nichts wuchs rund um den Teich. Normalerweise hilft ein üppiger Pflanzenbewuchs, die Nährstoffe im Wasser abzubauen. Doch als ich damals die Pumpe anstellte, wurde Faulschlamm aufgewirbelt, der das ganze Wasser verseuchte. Die Fische hingen an der Oberfläche und schnappten verzweifelt nach Luft. Seitdem besitze ich einen Teichschlammsauger. Seit Kurzem sorgt zudem ein solarbetriebener Sprudelstein für Belüftung. Dieser sprudelt somit umso intensiver, je heller die Sonne scheint.
Normalerweise hätte ich mir in einem so kleinen Vorgarten keinen Teich gegönnt. Oder allenfalls einen kleinen, nur zeitweise gefüllten Tümpel als Lebensraum für Frösche, Kröten und Libellenlarven. Doch Teich und Fische waren schon da, als wir eingezogen sind. Continue reading

Exoten im Freiland

Ein Hauch Tropen in Südhessen: Diese Bananenstauden stehen ganzjährig im Garten. Foto: Anton Gauder

Ein Hauch Tropen in Südhessen: Diese Bananenstauden stehen ganzjährig im Garten. Foto: Anton Gauder

Wieder etwas dazu gelernt. Beiläufig hatte ich im letzten Beitrag erwähnt, dass es in Griesheim einem Hobbygärtner gelungen ist, Bananenstauden und andere Exoten im Freiland zu überwintern. Und schwupps schon meldet er sich und ich bin jetzt um einiges schlauer, wenns ums Überwintern von Pflanzen aus den Tropen und Subtropen geht. Continue reading

Alles will raus

Süßkirsche in voller Blüte

Die Süßkirsche steht Ende März bereits in voller Blüte – drei Wochen früher als im vergangenen Jahr. Foto: Marion Menrath

Draußen tobt der Frühling. Die Süßkirsche steht Ende März in voller Blüte – im vergangenen Jahr hatte sie sich noch drei Wochen länger bis 21. April Zeit gelassen. Spatzen wie Elstern sammeln fleißig Nistmaterial. Bei den Insekten sind leider nicht nur Hummeln und Bienen bereits voll aktiv: Auf den Rosen haben Blattläuse überwintert; an den Buchsbäumen nagt schon wieder der Zünsler.
Drinnen wird es langsam eng für die überwinternden Pflanzen. Im Sommer neigt man dazu, immer mehr mediterrane Gewächse anzusammeln, Zitrusgewächse, Oleander, Olivenbäume – ohne an die dunkle Jahreszeit zu denken. Die meisten dieser Pflanzen wollen hell und kühl, aber einigermaßen frostfrei überwintern. Wer keinen Wintergarten hat, kann diese Wünsche nur schwer erfüllen.
Ich habe etwas Wintergarten-Ähnliches, einen überdachten Balkon mit sehr viel Licht. Bei den derzeitigen Temperaturen wird es dort aber sehr warm, wenn tagsüber keiner zum Lüften da ist. Einige Pflanzen treiben deshalb wie verrückt aus.

Blühende Fuchsie im März

Für die überwinternden Fuchsien ist es schon fast Frühsommer. Foto: Marion Menrath

Für die Fuchsien ist es schon fast Frühsommmer, so wie die blühen. Ironie der Geschichte: Die angeblich winterharte Fuchsie im Garten, die in Irland zu riesigen Hecken heranwächst, ist natürlich trotz des minimalen Frosts komplett zurückgefroren und wird sich, wenn überhaupt, wahrscheinlich erst im Frühsommer mit neuen Trieben zurückmelden.

Doch was tun mit der nicht-winterharten Fuchsie? Drinnen ist ihr mittlerweile zu warm; draußen drohen noch mindestens bis Ostern Nachtfröste. Morgens rausbringen und abends bei Frostgefahr reintragen, wäre eine aufwendige Lösung. Auf der Eingangstreppe wird demnächst ein Platz frei, nachdem Miniosterglocken und Krokusse längst verblüht sind.

Was wahrscheinlich schon raus in den Garten könnte, sind die Oliven- und Zitronenbäumchen. Beide sind ebenfalls bereits am Austreiben. Während die jungen Triebe frostempfindlich sind, sollten die alten Pflanzen eigentlich kurzfristige Temperaturschocks bis minus zehn Grad abkönnen.

Banane mit Überwinterungsschäden

Die Banane war auf dem kalten Balkon kurz vor dem Absterben. Die meisten Blätter waren schon braun. Foto: Marion Menrath

Bei zwei Pflanzen habe ich mich mit der Überwinterungsmethode sehr verschätzt. Die Bananenstaude, die ich im Herbst von einer Freundin geschenkt bekam, mochte den kalten Balkon gar nicht. Die Pflanzen aus Tropen und Subtropen halten überhaupt nichts von frostigen Temperaturen. Im Februar durfte die Staude ins Arbeitszimmer umziehen. Dort steht sie jetzt direkt neben der Heizung und hat sich wieder gut erholt. Dabei soll es ganz in der Nähe in Griesheim eine winterfeste Banane in einem Garten geben. Möglicherweise handelt es sich aber um verschiedene Arten. Bananen vertragen sich übrigens schlecht mit Parkett und Laminat: Sie scheiden nämlich über die Blattränder Wassertropfen aus, wissenschaftlich Guttation genannt. Dies soll vor allem nachts passieren, wenn die Pflanzen ihre Spaltöffnungen (Stomata) geschlosssen haben, der Wasserdruck in der Wurzel hoch ist oder die Luft bereits mit Wasserdampf gesättigt ist. Deshalb liegen rund um die Banane jetzt Lätzchen bereit.

Chili mit Weißen Fliegen. Foto: Marion Menrath

Chili mit Weißen Fliegen. Foto: Marion Menrath

Einen umgekehrten Weg von drinnen nach draußen ging die Chilipflanze. Bis Dezember hat die Überlebende vom letzten Sommer mit vielen kleinen Schötchen noch für die nötige Schärfe im Essen gesorgt. Dafür bekam sie im Arbeitszimmer bei 20 Grad einen Logenplatz direkt am Fenster. Mittlerweile weiß ich, dass Chili im Winter ein massives Schädlingsproblem haben. Meine wurde fast von Weißen Fliegen aufgefressen, Mottenschildläusen, die auch gerne in Gewächshäusern auftreten. Nachdem die Insekten auch auf andere Zimmerpflanzen wanderten, habe ich die Chili zweimal mit einem umweltfreundlichen Mittel mit Kaliseife besprüht. Seitdem sind die Insekten zwar eingedämmt, aber nicht völlig beseitigt. Die Chili steht jetzt auf dem Balkon. Sie ist auf dem Sprung in den Garten oder gleich in die Grüne Tonne, wenn die Insekten wiederkehren.

 

Loch in der Hecke

Die Lebensbäume an unserem Garten sind nicht mehr ganz dicht. Rechts klafft ein Loch, nachdem tote Bäumchen entfernt wurden. Foto: Marion Menrath

Die Lebensbäume an unserem Garten sind nicht mehr ganz dicht. Rechts klafft ein Loch, nachdem tote Bäumchen entfernt wurden. Foto: Marion Menrath

Manchmal kann Gärtnern kann schön anstrengend werden, vor allem wenn man sich nicht erst im nächsten Baumarkt mit elektrischen Helfern eindeckt. Drei Thujen am Rand einer sich über die gesamte Gartenbreite erstreckenden Hecke mussten weg. Die angeblichen Lebensbäume machen ihrem Namen keine Ehre mehr, schon seit vergangenem Sommer sind sie braun und mausetot.

„Die wuchern doch wie Unkraut. Die kann man gar nicht umbringen“, sagte ein Kollege. Doch, das geht sogar überraschend schnell. Die Gattung Thuja aus der Familie der Zypressengewächse ist wie viele Nadelgewächse anfällig für Trockenheit. Der durchlässige Griesheimer Sand verschärft das Problem. Außerdem vertragen die aus Nordamerika oder Asien stammenden Gehölze kein Streusalz. Auch diverse Pilze und Insekten wie die Thuja-Miniermotte oder Thuja-Borkenkäfer haben es auf Lebensbäume abgesehen.

Schäden hatten die an einen Gehweg grenzenden Sträucher schon nach dem trockenen Frühjahr 2010. Seitdem ging es mit der Hecke zusehends bergab. Doch nun drängte die Zeit. Seit März 2010 stehen Hecken sieben Monate im Jahr unter besonderem Schutz.

Laut Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, „Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze“ zwischen 1. März und 30. September „abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen“. Ziel des Gesetzes ist es, brütende Vögel zu schützen.

Thujenhecke von oben. Das Bild entstand im Frühjahr 2013. Schon damals ist zu erkennen, dass die Sträucher links stark geschädigt sind. Die gesamte Hecke braucht auch dringend einen Pflegeschnitt. Foto: Marion Menrath

Thujenhecke von oben. Das Bild entstand im Frühjahr 2013. Schon damals ist zu erkennen, dass die Sträucher links stark geschädigt sind. Die gesamte Hecke braucht auch dringend einen Pflegeschnitt. Foto: Marion Menrath

„Das gilt auch für Hausgärten“, bestätigt Dieter Ohl, Pressesprecher im Regierungspräsidium (RP) Darmstadt, der oberen Naturschutzbehörde für Südhessen. Die selben Fristen gelten für Straßenbäume, weshalb die städtischen Bauhöfe im Februar ziemlich beschäftigt sind.

Für Bäume im Wald oder in Privatgärten gelten diese starren Fristen nicht. Doch auch bei diesen ist der Naturschutz zu beachten. Demnach ist es verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Je nach Kommune greift ab einem bestimmten Stammumfang zudem eine Baumschutzsatzung.

Aber was ist nun mit toten Hecken, die so löchrig sind, dass sie keinen Schutz mehr bieten? Die Spatzen nutzen die Thujen allenfalls zur Zwischenrast. Zum Brüten bevorzugen sie Eibe, Weigelie oder Wilden Wein, der die gesamte Westfront des Hauses überwuchert. Ein Nest habe ich in den Lebensbäumen noch nie gesehen.

Im Naturschutzgesetz sind tote Hecken offenbar nicht vorgesehen. Ohl empfiehlt, „bevor man noch vom Nachbar angezeigt wird“, sich im Einzelfall bei der zuständigen unteren Naturschutzbehörde zu erkundigen. Die entsprechenden Umweltämter sind über Kreisverwaltungen oder die Stadtverwaltung Darmstadt erreichbar. Ausnahmen seien möglich. Drohen Bäume oder Sträucher gar auf Passanten zu fallen, greift die Verkehrssicherheitspflicht. „Schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“ seien auch vom 1. März bis 30. September zulässig, so Ohl. Auch dabei müsse man aber sicherstellen, dass in der Hecke kein Nest ist.

Mittlerweile bin ich der Hecke (natürlich noch vor dem 1. März) mit Baumschere und Körperkraft auf die Äste gerückt und habe die drei toten Bäumchen entfernt. Meine Hecke hat nun nach der Fällaktion ein Loch. Ersatz muss her. Thujen und Kirschlorbeer gelten als ökologisch langweilig.

Die Lücke weckt Wünsche, denn der Garten ist voll. Um Neues unterzubringen, muss immer erst Altes Platz machen. Ein Zierapfelbäumchen, ein Holunder oder ein Sommerflieder, der an einer anderen Stelle eingegangen ist, wären nett. Auch ein Feigenbäumchen hätte ich gerne. Im Garten meiner Eltern gab es eine Hecke mit lauter verschiedenen Sträuchern – Blutjohannisbeere, Weigelie und Ranunkelstrauch wecken Erinnerungen an die Kindheit.

Doch diese Sträucher wachsen auch in die Tiefe, mehr als ich in dem schmalen Streifen zwischen Zaun und Gartenteich zur Verfügung stehen. Dass die Hecke auch im Winter blickdicht sein soll, schränkt die Auswahl ein. Vielleicht gibt es ja eine neue Eibe, kombiniert mit einem laubabwerfenden Strauch, so dass die Lücke im Winter nicht ganz so groß ist.