Mehr bunte Kartoffeln

Kaum beschäftige ich mich mit seltenen Kartoffelsorten, begegne ich Ihnen überall. Im Sonntagsecho vom 19. April gab es einen Bericht über die Slowfood-Messe in Stuttgart, bei der Rosa Tannenzapfen, Bamberger Hörnchen und Rote Emmalie, auch kurz Rote Emma genannt, verkostet wurden.
Slowfood-Messe in Stuttgart

Ganz so einfach, wie in dem Bericht geschildert, kommt man aber nicht an die seltenen Sorten. In gut sortierten Supermärkten gibt es ab und zu unter dem Label „französische Gourmetsorten“ blaufleischige Vitelotte sowie Cherie, eine Sorte mit roter Schale und gelbem Fleisch. Meist sind diese aber mit Chemikalien behandelt, damit sie eben nicht austreiben. „Nach der Ernte behandelt“ steht dann dabei. Schlechte Voraussetzungen also für Pflanzkartoffeln und essen mag ich die auch nicht.

Solange die Raritäten nicht weiter verbreitet sind, kommt man meist nur über das Internet an Pflanzkartoffeln oder zumindest unbehandelte Speisekartoffeln. ECHO-Fotograf Lutz Igiel ist mitten in der Heppenheimer Altstadt auf eine Gruppe von Menschen gestoßen, die dort alte Nutzpflanzensorten anbauen wollen. Artenvielfalt in Heppenheimer Altstadt
Weil die meisten Häuser direkt an der „Gass“ stehen, bleibt nur der Anbau in Kübeln, wie ich das auch machen will.

Eine größere Sortenauswahl haben beispielsweise folgende Händler (wobei jetzt bereits einiges ausverkauft und die neue Ernte noch nicht eingebracht ist):
Kartoffel Müller
Bioland Hof Jeebel
Ellenbergs Kartoffelvielfalt Letzterer ist der Züchter neuer interessanter Sorten wie Rote Emmalie und Blaue Anneliese.

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