Dem Winter im Planten un Blomen entfliehen

Osterglocken mit Schnee. Foto: Marion Menrath

Pünktlich zum Frühlingsanfang am 20. März kommt der Winter zurück. Schnee deckt die ersten Osterglocken zu. Foto: Marion Menrath

Kaum schreibt man vom Frühling, da ist er auch schon wieder weg. Pünktlich zum Frühlingsanfang am 20. März hat der sogenannte Märzwínter zugeschlagen und die ersten Osterglocken mit Schnee zugedeckt.
Doch schon am nächsten Samstag soll es in Darmstadt wieder knapp zweistellige Plusgrade geben. Ungeduldige Gärtner müssen aber weiterhin mit Nachtfrösten rechnen. Für Ostern sagen die Meteorologen derzeit wechselhaftes Wetter mit Sonne, Wolken, Schauern und Temperaturen bis 13 Grad bevor. Ob der Winter dann ein Einsehen hat und klein beigibt oder ob Spätfröste zuschlagen, wenn schon die Obstbäume blühen? Wer weiß.

Statt nun hektisch anzufangen, im Gewächshaus vorgetriebene Frühblüher einem ungewissen Schicksal im Freiland auszuliefern, können Gärtner in der Zwischenzeit in Botanischen Gärten von besseren Zeiten träumen.

Eisbahn in Hamburg. Foto: Marion Menrath

Die Eisbahn im “Planten un Blomen” in Hamburg ist ein winterliches Vergnügen. Foto: Marion Menrath

Auch im Winter schön ist beispielsweise der alte Botanische Garten in Hamburg, Planten un Blomen, auf Hochdeutsch Pflanzen und Blumen. Zugegeben: Dass der zwischen Sankt Pauli und dem Messegelände liegende Park sich auf den ehemaligen Wallanlagen Hamburgs über 45 Hektar ausdehnt, bekommt man im Winter nicht unbedingt mit. Denn Rosengarten, Japanischer Garten und die Mittelmeerterrassen sind erst später im Jahr richtig zu genießen. Doch die Hamburger nutzen ihre grüne Lunge auch im Winter, beispielsweise auf der Eisbahn, die noch bis Sonntag, 25. März, geöffnet ist.

Theobroma cacao mit Früchten. Foto: Marion Menrath

Der Kakaobaum im Planten un Blomen hat unzählige Früchte angesetzt. Foto: Marion Menrath

Und dann sind da natürlich noch die denkmalgeschützten Schaugewächshäuser, die 1963 zur Internationalen Gartenausstellung eröffnet wurden. Auf 2800 Quadratmetern sind in fünf Teilbereichen Pflanzen vom tropischen Dschungel bis zur Wüste zu sehen. Das bis zu 13 Meter hohe Tropenhaus ist das größte Gewächshaus. Weitere Abteilungen sind den Subtropen, Palmfarnen, Farnen und Kakteen gewidmet. Besonders beeindruckend ist im Tropenhaus ein bis zum Dach reichender Kakaobaum (Theobroma cacao), der zurzeit über und über mit  Früchten bedeckt ist. Auch andere tropische Nutzpflanzen wie Bananen dürfen nicht fehlen. Von einem Orangenbaum im Subtropenhaus purzeln reif aussehende Früchte.

Kakteen in Hamburg. Foto: Marion Menrath

Vielfalt der Kakteen im Planten un Blomen in Hamburg. Foto: Marion Menrath

Eindrucksvoll ist auch die Sammlung verschiedener Bromelien. Im Farnhaus wurden selbst die Wände genutzt, um die Vielfalt der Formen zu demonstrieren. Ein absoluter Höhepunkt ist jedoch das Wüstenhaus mit Kakteen und anderen Sukkulenten. Die Vielfalt reicht von daumengroßen Lithops-Arten (Lebenden Steine) bis zu mannshohen Opuntien, Drachenbäumen, Pachycereus- und Echinopsis-Arten. Von der selten zu sehenden Stapelia (Aasblume) sind mindestens zwei Arten zu sehen.

Der Eintritt in die Schaugewächshäuser in der Nähe der S-Bahn-Station Dammtor und der U-Bahn-Station Stephansplatz ist frei. Geöffnet ist von März bis Oktober, werktags von 9 bis 16.45 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 17.45 Uhr. Im Winter, von November bis Februar, sind die Öffnungszeiten ein bis zwei Stunden kürzer. Einlass ist jeweils bis eine halbe Stunde vor der Schließung. Mehr unter Planten un Blomen

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