Schneeglöckchen-Hype auch in Deutschland

Kleines oder Gwöhnliches Schneeglöckchen.Foto: Wikimedia/Benjamin Gimmel

Schneeglöckchen bilden im Laufe der Jahre kleine Horste, wenn man den Boden in Ruhe lässt. Foto: Wikimedia/Benjamin Gimmel

Sie gehören zu den ersten Blütenpflanzen im Vorfrühling und leiten diesen auch ein: Schneeglöckchen. Wie der deutsche, beschreibt auch der wissenschaftliche Name, Galanthus nivalis, für das Gewöhnliche Schneeglöckchen, diese frühe Blüte. Galanthus ist aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte zusammengesetzt. Das lateinische nivalis lässt sich als schneeweiß oder schneebedeckt übersetzen. Continue reading

Stachelbeeren mit Sonnenbrand

Die Stachelbeer-Ernte ist dieses Jahr mit 840 Gramm schlecht ausgefallen. Viele Beeren waren wegen Sonnenbrands verdorben. Foto: Marion Menrath

Die Stachelbeer-Ernte ist dieses Jahr mit 840 Gramm schlecht ausgefallen. Viele Beeren waren wegen Sonnenbrands verdorben. Foto: Marion Menrath

Bei den Stachelbeeren war in diesem Jahr eine Noternte nötig. Bis Ende Juni waren die Stachelbeeren noch knackig grün und sauer. Zu unreif zum Ernten. Doch dann fanden sich an dem Stämmchen plötzlich viele rötlich-braun verfärbte Beeren. Grüne Sorten wie Invicta verfärben sich jedoch auch bei Vollreife nur ganz leicht. Die Beeren sind dann größer, weicher und süßer, bleiben aber grün. Die bräunlichen Beeren schmeckten auch komisch, als ob sie gekocht wären. Continue reading

Himbeeren sind gar nicht so kompliziert

Sommerhimbeere Sanibelle Foto: Marion Menrath

Sanibelle ist eine sehr wüchsige Sommerhimbeere, die resistent gegen das Wurzelsterben sein soll. Foto: Marion Menrath

Himbeeren schmecken am besten, wenn man sie frisch vom Strauch pflückt. Da die Beeren nach dem Ernten nicht nachreifen, kommen sie vollreif in den Handel und verderben rasch. Wer die gesunden Früchtchen liebt, die Botaniker übrigens als „Sammelsteinfrüchte“ klassifizieren, pflanzt deshalb am besten einige Stöcke in den Garten. Continue reading

Tendenz zum Wuchern

Blühende Frühlingstamariske Foto: Marion Menrath

Die Frühlingstamariske bringt Blütenpracht und mediterranes Ambiente in den Garten. Am falschen Ort gepflanzt, kann sie aber viel Arbeit machen. Foto: Marion Menrath

Niedlich sieht die junge Frühlingstamariske (Tamarix parviflora) im Garten aus. Mit den filigranen, nadelartigen Blättern bringt sie Mittelmeer-Ambiente nach Südhessen. Im Frühjahr sind die fedrigen Triebe dicht mit rosa Blüten übersät und der Baum wird zum Hingucker. Dass der Wuchs eher sparrig und ausladend ist, verzeiht der Gärtner dem jungen Gewächs. Continue reading

Langsamer Abschied vom Buchs

Buchsbaumzünsler auf Buxus sempervirems

Trauriger Anblick: Dieser Buchsbaum macht seinem Beinamen “sempervirens” (immergrün) keine Ehre mehr. Er ist stark mit Buchsbaumzünslern befallen und wurde mittlerweile entfernt. Foto: Marion Menrath

Vor drei Jahren im Juni fing es an: Die kleine Buchsbaumhecke am Kirschbaum und die fünf größeren Büsche zeigten Fraßschäden an Blättern. Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) war auch in meinem Garten angekommen. Continue reading

Tomaten-Verwirrung

Tomaten-Jungpflanzen Foto: Marion Menrath

Die Tomaten sind gekeimt. Aber wo wächst welche Sorte? Der Klebestreifen mit der Beschriftung ist abgefallen, sodass es zwei Möglichkeiten gibt. Foto: Marion Menrath

Mir ist was Dummes passiert. Am 27. März habe ich Tomatensamen gesät, sechs Sorten in sieben Reihen mit je vier Kokos-Quelltöpfen. Und natürlich habe ich diese auch beschriftet – mit Filzstift auf einem Klebestreifen, den ich außen an dem Minigewächshaus angebracht habe. Dann sind die Tomaten nach und nach gekeimt. Ich habe das Gewächshaus immer wieder gedreht, damit die Pflanzen gleichmäßig wachsen. Und irgendwann war dann das etwas mürbe Klebeband weg – einfach abgefallen. Was jetzt? Continue reading

Der Spatz ist der König der Wintervögel

Männlicher Hausspatz

Männlicher Haussperling Foto: Arnold Paul/Wikipedia

Jetzt ist es amtlich: Der Hausspatz ist erneut der König der Wintervögel, gefolgt von Kohlmeisen und Blaumeisen auf den Plätzen zwei und drei. Exakt in dieser Reihenfolge habe ich die Vögel in meinem Garten auch gezählt: 22 Hausspatzen (was für ein Geflatter!), vier Kohlmeisen, drei Blaumeisen. Nicht gezählt habe ich leider das Elstern- und Türkentaubenpaar aus dem Nachbargarten, die sich in der Zählstunde rar machten, die beiden Amseln, die sich nach Abschluss der Zählung über die Reste der Beeren vom Wilden Wein hermachten und den Zaunkönig, der eines Tages – auch nach der Zählung – völlig ohne Scheu in der Heckenkirsche vor dem Fenster herumturnte. Continue reading

Im Früchtewunderland auf Madeira

Markthalle_funchal

Früchtevielfalt in der Markthalle von Madeiras Hauptstadt Funchal. Foto: Marion Menrath

Wer samstags in der Markthalle von Madeiras Hauptstadt Funchal steht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bananen, Papayas, Avocados und Mango sind zwar längst auch in Deutschlands Supermärkten zu kaufen, doch nicht in dieser Frische und Vielfalt. Das ganzjährig milde Klima macht es möglich. Passionsfrüchte (Maracuja) gibt es beispielsweise in verschiedenen Geschmacksrichtungen – einige schmecken eher nach Banane, andere nach Zitrone. Andere Früchte und Gemüse sieht man dagegen selten oder nie in Mitteleuropa. Continue reading

Das Wespennest

Wespennest im Efeu

Auch wenn das Wespennest im Efeu verborgen ist, sollte man nicht hineingreifen. Foto: Marion Menrath

Endlich weiß ich, was die Redewendung “In ein Wespennest stechen” bedeutet. Das heißt, hineingestochen habe ich nicht, eher hineingegriffen, jedenfalls fast. Dass die Wespen solche Annäherungsversuche nicht gut finden, kann man sich denken. Dass ich nichts von ihrer Anwesenheit wusste, lassen die Hautflügler auch nicht gelten. Continue reading

Der Frühling läuft sich langsam warm

Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) auch Winter-Geißblatt genannt. Foto: Marion Menrath

Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) auch Winter-Geißblatt genannt. Nach spärlichem Blühbeginn im Dezember legt der chinesische Zierstrauch jetzt Anfang März richtig los und liefert Nahrung für die ersten Insekten. Foto: Marion Menrath

Dieses Frühjahr zerrte bisher an den Nerven, mit seinem ständigen Auf und Ab der Temperaturen. Zumindest sprechen die Meteorologen seit Sonntag von Frühling. Zwar sind zu den Schneeglöckchen und der seit Dezember erst spärlich, mittlerweile üppig blühenden Wohlriechenden Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima), einem Zierstrauch aus China,  Krokusse und Winterlinge dazu gekommen. All das taugt aber phänologisch nur zum Vorfrühling. Allergiker klagen wegen blühender Erlen und Haselsträuchern schon seit Wochen über zunehmenden Heuschnupfen. Die anderen husteten und schnieften wegen grassierender Erkältungen und Grippe mit. Continue reading