Provokantes Video mit Mercedes und Hitler sorgt für Diskussionen

(dpa). Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg haben ein provokantes Satire-Video mit einem Mercedes gedreht. Darin erkennt das Auto Gefahren, “bevor sie entstehen” – und tötet nach dem Motto “Was wäre gewesen, wenn …” kurzerhand den jungen Adolf Hitler. Die Macher um Regisseur Tobias Haase mussten in das Video auf Wunsch des Autoherstellers nachträglich Hinweise einfügen, dass Daimler damit nichts zu tun hat – gleichwohl der fiktive Werbespot für den Deutschen Nachwuchspreis “First Steps” nominiert ist, den Mercedes-Benz unterstützt.
In dem Video stoppt die Limousine dank des Assistenzsystems automatisch, wenn spielende Kinder auf die Straße rennen. Nur auf den kleinen Adolf steuert das Auto unbeirrt zu – und überfährt ihn. Am Ende bleibt das Kind auf dem Boden liegen. Seine Gliedmaßen formen ein Hakenkreuz. Letzte Einblendung: “Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen.”
Das Video löste zwiespältige Reaktionen aus: Verschiedene Nutzer der Plattform Vimeo, auf der der Film zu sehen ist, bezeichnen ihn als “nicht witzig” und “deutlich kaltschnäuzig”, während ihn andere als “geniales Stück” oder schlichtweg “großartig” loben. Offen bleibt dabei die Frage: Darf man mit Hitler Werbung machen – und in einem Film ein unschuldiges Kind überfahren lassen?

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3 Responses to Provokantes Video mit Mercedes und Hitler sorgt für Diskussionen

  1. Weidenhuebler Andreas says:

    ich finde es böse aber sehr gut gemacht, so sollte Werbung sein: überraschend, einprägsam und humorvoll ( zugegeben etwas schwarz)…und bitte einfach einen etwas lockeren Umgang mit der Vergangenheit, bei aller wichtigen Erinnerung

  2. Rumpel Pumpel says:

    Schon nicht schlecht, aber Onkel Ulf ist ja nun Geschichte – sie hätten’s mit ‘nem Araber machen sollen – diese Gefahr wird weitgehend verkannt.

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