Noch ein “video a day”: Musikalischer Gegenwind für Schwabenhasser Thierse

(kfe). Dass seine Äußerungen von der Überschwabung des Prenzlauer Bergs in Berlin so viel Gegenwind hervorrufen würden, hätte sich Wolfgang Thierse sicherlich nicht träumen lassen, als er mit seinem Kaffee zwischen Kinderwägen und wasmitMedienmachenden-Laptop-Menschen im Café am Kollwitz-Platz saß. Vielleicht war ihm einfach auch mal bewusst ein “Schwaben raus!”-Graffito aufgefallen, weil die nämlich vom Rand des Bezirks auch langsam in dessen Innenbereiche kriechen. Der Unternehmer Friedrich E. Rentschler schenkte dem Politiker bereits ein Abo der “Schwäbischen Zeitung”, damit er mal die anderen Aspekte des auch gerne als “Wutbürger” bezeichneten Völkchens jenseits der Kehrwoche kennen lernen möge.
Und jetzt hat die Stuttgarter A-capella-Combo “Füenf” dem Herrn Thierse auch noch ein Lied gedichtet. Andererseits muss weder die Schwaben, Norddeutschen, Hessen, Saarländer noch andere gerne verunglimpfte Regionalvölker diese ganze Sache wundern, noch den Ostdeutschen Thierse selbst. Denn der haut ja in regelmäßigen Abständen gerne mal um sich, und ebenso regelmäßig reagieren dann Künstler darauf. Als ein anderes Beispiel von vielen, aber eines, das ebenfalls hohe Wellen schlug, sei an dieser Stelle noch mal an Thierses Verbotsaktion zu “Theater der Welt” 2002 in Köln/Bonn erinnert. Da wollten die Theatermacher von “Rimini Protokoll” eine Bundestagssitzung aus Berlin im Plenarsaal des alten Bundestags in Bonn mit Laien zeitgleich nachspielen. Und der Thierse als Bundestagspräsident wollte das einfach nicht erlauben. Weil er um die Würde des Hauses fürchtete. Hmm, naja. Und die Würde der Bonner, deren Stadt von der Hauptstadt zur Bundesstadt degradiert wurde? Die interessiert in Berlin bis heute niemanden, nicht nur Herrn Thierse nicht, fürchte ich. Die Schwaben hingegen nehmen’s mit Selbstironie:

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