Lenas Dschungelbuch: Let’s getty to out of Jungle

Dschungelcamp goes ECHO! ECHO-Volontärin Lena Grocholl widmet sich unter  „Lenas Dschungelbuch“ im Redaktionsblog dem täglichen Wahnsinn aus dem Dschungelcamp.

Tag 4 im Dschungel: Good morning in the morning! Heute ist Welt-Wendler-Tag! Endlich mal keine Larissa-Schlagzeile. Denn: Der Wendler ist raus! Freiwillig. Um’s im Heindle’schen Dschungelkauderwelsch zu sagen: Let’s getty to out of Jungle. Am Montagabend ließ der „überzeugte Prekariats-Chansonier aus Dinslaken“ (Danke an Micky Beisenherz / Süddeutsche für diese passende Bezeichnung) sein Stinkewässerchen ruhen und schrie den Satz „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Oooookay. Ein Star ist Gebärdensprachen-Dancer Wendler selbstverständlich nicht. Und ehrlich, rausholen wollen wir ihn eigentlich auch nicht. Was wäre wohl nötig, um RTL dazu zu bewegen, ihn einfach dort zu lassen? Ob Kängurus und Koalas den DJ lieben könnten? Aber würden uns das die Australier – die Ureinwanderer – verzeihen? Mhm, nie mehr als Deutscher nach Australien einreisen dürfen, aber dafür auch nie mehr den Wendler ertragen müssen?! Schwierige Entscheidung. Ach nein, eigentlich nicht, in Australien ist eh viel zu warm.

Michael Wendler. (Foto: RTL)

Michael Wendler. (Foto: RTL)

Aber nun stellt sich die Frage: Warum ist Wendler abgehauen? Hatte er Angst, dass Dschungel-Psycho-Doc Jochen Bendel den „wahren Wendler“ zum Vorschein bringt? Oder hat er einen Termin zum nachfärben seiner blau-schwarz schimmernden Haarpracht? Oder muss irgendwo ein Baumarkt eröffnet oder ein Volksfest in Grund und Boden gesungen werden? Nein, dem Wendler geht es wirklich, wirklich schlecht. „Ich fühle mich schwach. Ich will mir keine Infektionen oder Bakterien einfangen“, so Wendler. Außerdem habe er Hunger. Und er habe Auftritte, denen er nachkommen müsse. Aha, alles nur Berechnung?

Über einen geplanten Abgang des Wendlers wird schon seit Tagen spekuliert. Auf seiner Homepage finden sich Ankündigungen zu Auftritten am 25. Januar und 1. Februar. Alles Top-Termine in Top-Locations irgendwo in Hinterhinkelsbach – vor mindestens 50 Leuten. Mindestens. Die besten Shows, ever, ever, ever. Angeblich alles ein Fehler, so Wendlers Manager. Und der von RTL bezahlte Rückflug geht auch erst später. Und da Wendler nun – nach eigener Aussage – wegen seines frühen Abgangs sehr viel von seiner unfassbaren Gage abgeben muss, ist es fraglich, ob er sich einen mehrere tausend Euro teuren Rückflug selbst leisten kann. Im Dschungel konnte er schließlich weder einen Supermarkt eröffnen noch seine Fans abkassieren. Aber vielleicht zahlt ihm die australische Regierung den Rückflug. Hauptsache, er – und sein luftverpestendes Parfum – verlassen schnellstmöglich das Land.

War alles nur ein PR-Coup, um seine neue Single und sein Parfum bekannt zu machen? Nun ja, dass das Wendler Parfum maximal zum Töten von Spinnen und für ausufernde Gehörgangsvereiterungen taugt, weiß mittlerweile ganz Deutschland. Und seine neue Single? Kennt die eigentlich irgendwer? Nein, und es will sie auch jetzt keiner hören. Wendlers Singsang war auch schon vor dem Dschungel mehr Körperverletzung als Musik, daran hat sich nach dem Verspeisen von Stinke-Eiern und einer Schleimdusche nichts geändert.

Doch was hat der Dschungel dem Wendler nun gebracht – außer einem deftigen Shitstorm auf Twitter und Facebook?! Nicht, dass er jemals beliebt gewesen wäre – zumindest nicht bei Menschen, deren IQ höher ist als der eines aufgeweichten Milchbrötchens. Dschungelkönig wird der Wendlers jedenfalls jetzt nicht mehr, aber ein Titel bleibt ihm garantiert: König der Einkaufszentren, Möbelhäuser und Gemeindehallen. Glückwunsch!


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One Response to Lenas Dschungelbuch: Let’s getty to out of Jungle

  1. Rsa sagt:

    Der „Kollege“ Micky Beisenherz ist nicht von der Süddeutschen Zeitung sondern arbeitet als Gag-Schreiber für RTL. Er wurde höchstens von der Süddeutschen interviewt!

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