Lenas Dschungelbuch: Das verrückte Hotel der Familie Marolt

Dschungelcamp goes ECHO! ECHO-Volontärin Lena Grocholl widmet sich unter „Lenas Dschungelbuch“ im Redaktionsblog dem täglichen Wahnsinn aus dem Dschungelcamp.

Tag 10 im Dschungel: Die Mola-Memme ist raus! Er hat sich gefreut. Und wir sind traurig… keine niveauvollen Unterhaltungen, kein todesmutiger Einsatz für die anderen Camper, keine Stärke, kein Willen, nichts… ööhöööööömmmmm. Aber wollen wir unserer Dschungeltussi nicht mehr zu viel Aufmerksamkeit schenken.

Es gibt wichtigere Themen. Das Hotel Marolt, Brutstätte der kleinen BLArissa. Seit diese vom Hotel ihrer Eltern erzählt hat, ist die Website des österreichischen Urlaubsparadieses nicht mehr zu erreichen. Glaubt man Larissas Erzählung, betreiben ihre Eltern kein Hotel, sondern die Zentrale des Grauens. Betreten auf eigene Gefahr!

Larissa Marolt. (Foto: André Hirtz)

Larissa Marolt. (Foto: André Hirtz)

Da wäre unter anderem Hausbursche Engelbert, der regelmäßig zu tief ins Glas schaut, aber dennoch nie seine Arbeit vernachlässigt. Nachdem sich der gute Engelbert ausreichend mit Hochprozentigem befüllt hat, schlummert er seinen Rausch vorzugsweise im Garten aus. Morgens steht er dann wieder auf und geht brav seinen Kehrarbeiten nach. Vorausgesetzt, er vermöbelt mit dem Besen nicht gerade den Chef. “Der ist die ganze Zeit besoffen, er hat meinen Vater angespuckt und mit dem Besen entgegengeschlagen”, erzählt Larissa. “Das klingt traurig, aber er ist glücklich.” Na, dann!

Und dann gibt des da noch Küchentroll Pauli, der eigentlich für den Abwasch zuständig ist. Leider kommt er nur selten dazu, weil er wegen nicht geleisteter Unterhaltszahlungen ab und an einen Zwischenstopp im Gefängnis einlegt. “Das ist der netteste Typ auf Erden, aber er muss ab und zu in den Knast.”

Laut Larissa müsse unbedingt ein Film über das irre Hotel gedreht werden. Ach, Unsinn. Das Hotel Marolt wird Schauplatz des nächsten Dschungelcamps! Was den Komfort betrifft, müsste offenbar nicht mehr viel nach unten geschraubt werden. Die Sauf- und Gefängniseskapaden der Angestellten haben wohl schon ihre Spuren hinterlassen. Beim Hotelbewertungsportal Tripadvisor hat das Hotel Marolt nur eine Weiterempfehlungsrate von 34 Prozent. Das schafft auch Hausbursch Engelbert – allerdings nur in flüssiger Form.

Ein Urlauber schreibt: “Das Personal war zwar höflich, jedoch völlig unqualifiziert, man wurde nicht gefragt, wenn die Gläser leer waren, ob man noch etwas zu trinken wolle.” Das mag daran liegen, dass Schluckspecht Engelbert alle Gläser schon selbst geleert hat. Ein anderer Hotelbesucher ist vom Personal ebenfalls nicht überzeugt: “Großteils ungelerntes Personal, teilweise nur bedingt Deutsch sprechend, sind im Rahmen ihrer Arbeit aber freundlich und bemüht aber langsam.” Natürlich können Pauli und Engelbert Deutsch, aber ab einer gewissen Promillezahl leidet eben die Aussprache. Und natürlich auch die Geschwindigkeit… wobei man Engelbert zugute halten muss, dass er eigentlich nie seinen Arbeitsplatz verlässt. Die Nächte verbringt er schließlich im Garten. Zwar sternhagelvoll, aber er ist da.

Das Hotel Marolt – Abenteuerurlaub deluxe! Da braucht es keinen Dschungel mehr.

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One Response to Lenas Dschungelbuch: Das verrückte Hotel der Familie Marolt

  1. Bodo S. says:

    Ein gefundenes Fressen für alle Neider und Leute, die sich mal wichtig tun wollen.
    Alles mies machen, nörgeln und sich beklagen. Wohnen in Plattenbau-Behausungen und
    Fressen zu Hause den Kitt aus dem Fensterrahmen, aber meckern über das Essen bei den Marolts, weil das jetzt so cool ist. Einfach nur erbärmlich!

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