Cineastischer Ausblick: “Big Eyes”

(dh). Auch wenn Tim Burton zuletzt mit dem auf einer kultigen TV-Serie basierenden “Dark Shadows” eine sehr schöne Vampir-Komödie vorlegte und damit wieder halbwegs zu seiner alten Form zurückfand, meinen inzwischen viele, dass der exzentrische Regisseur längst seinen Zenith überschritten hat. Andere wiederum haben sich an seiner speziellen Ästhetik sattgesehen und ihn deshalb bereits abgehakt. Sein neuester Film “Big Eyes” scheint nun aber eine Art Neubeginn zu sein, denn weder Form noch Inhalt orientieren sich am bekannten Burton-Stil – auch wenn natürlich einige Details nach wie vor an ihn erinnern.
Es geht um die in den fünfziger Jahren in San Francisco angesiedelte Geschichte des Künstler-Ehepaars Margaret (Amy Adams) und Walter Keane (Christoph Waltz). Der Mann strich für seine Gemälde mit großäugigen Kindern jenen Erfolg ein, der eigentlich seiner Frau – als wahre Urheberin der Malereien – zugestanden hätte. Das ganze endete schließlich vor Gericht. Das Drama, in dem unter anderem noch Jason Schwartzman, Danny Huston und Terence Stamp mitwirken, ist also ein ernsthaftes Biopic. Ist Tim Burton nun etwa endlich erwachsen geworden?

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