Hier steht immer was

Leider ist uns bei der Zeitungsproduktion in Groß-Gerau heute ein Fehler unterlaufen – und das, obwohl so viele Menschen auf die Seite draufgeschaut haben.

Andererseits ist es ja nicht wirklich falsch: “Hier steht immer was” steht da, und damit stimmt die Aussage ja. Zugegebenermaßen ist der Nachrichtengehalt jetzt nicht unbedingt besonders hoch, lässt aber Spielraum für Interpretationen der Leser; sogar die Seite, wo die Story stehen soll, können sie sich aussuchen. Mit dem “Groß-Gerauer Echo” von heute wurde also in Wirklichkeit eine Mitmach-Zeitung konzipiert. 

Oder aber, die Gerer wollten sich mal im Nihilistisch-Philosophischen versuchen, à la John Cage, von dem ja gerade am Darmstädter Hauptbahnhof zu lesen ist: “If you celebrate it it’s art, if you don’t it isn’t”. Ob das nun also eine Nachricht ist in der Bannerline, muss jeder für sich selbst entscheiden. Rein faktisch gesehen ist da aber eine, denn da steht ja was. Mit Cage gesagt: “Wenn du das liest, ist da eine Nachricht, wenn nicht, ist da keine”. (kfe)

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2 Responses to Hier steht immer was

  1. Marc says:

    Besser selber entdecken, als durchs Bildblog. :) Obwohl, so ein Link bei “sechs vor neun” bringt bestimmt einen Satz Zugriffe.

    Wie war das bei der Geschichte mit dem Dieburger Aldi-Chef? Hat man das bemerkt?

    • Wäre für uns peinlich, wenn wir da erst auf andere Blogs warten müssen, und uns nicht auch mal selbstkritisch mit uns slebst beschäftigen könnten. Es geht ja hier nicht (nur) um Klicks, sondern in erster Linie um den Spaß. Und peinlich wär’s, wenn uns damit der HohlSpiegel entdeckt… ;-)
      Auch bei der von Dir genannten Aldi-Geschichte ging’s ja nicht drum, möglichst in “Sechs vor Neun” zu landen. Sondern aufzugreifen, was der Spiegel mit anderem Blickwinkel gemacht hatte, einfach, weil’s ein lokales Thema ist. In dem Fall aber ja nicht von uns, sondern von den Print-Kollegen ;-). Sicher merkt man’s, wenn eine Geschichte im BILDblog oder woanders verlinkt war/ist. So geschehen übrigens völlig unbemerkt mit dieser Geschichte von Klaus Thomas Heck, die dort ihrerzeit von Ronnie Grob verlinkt wurde. (kfe)

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