Wie Unternehmen die Politik beeinflussen (lassen)

Ausschnitt aus dem Werbe-Flyer der in Brüssel aktiven Lobby-Agentur Fleishman-Hillard. Screenshot: dh

(dh). Die kürzlich mit dem “Grimme Online Award” ausgezeichnete Website “Lobbypedia” hat sich zur Aufgabe gemacht, Lobbyismus transparenter zu machen. Ein hervorrangendes Beispiel dafür ist ein aktueller Beitrag über die in Brüssel vertretene Firma Fleishman-Hillard – eine der weltweit größten PR- und Lobby-Agenturen, die milliardenschwere Kunden wie BP, Coca Cola oder JP Morgan vertritt. Sie warb bei Unternehmen dafür, die Möglichkeit eines EU-Bürgerbegehrens auch als Lobby-Instrument zu nutzen. Nach Protesten zog die Agentur das Papier zurück, aber bei Lobbypedia kann man es noch nachlesen (PDF-Download). Zum kruden Demokratieverständnis solcher Firmen gehört ganz offen die Manipulation der Bürger – oder anders gesagt: Wer genug zahlt, bekommt die gewünschten politischen Kampagnen. Das ist zwar alles legal. Aber okay ist es deswegen noch lange nicht. Danke, Lobbypedia!

Dieser Beitrag wurde unter Klicken abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>