Verewigt euch im Frankfurter “Museum Of Modern Electronic Music”

Konzept für das "Museum Of Modern Electronic Music" in Frankfurt. Foto: momem.org

Konzept für das “Museum Of Modern Electronic Music” in Frankfurt. Foto: momem.org

(dh). Für Musikhistoriker gilt Frankfurt als Keimzelle moderner elektronischer Musik. Nicht von ungefähr wurde dort schon 1982 der Begriff “Techno” erfunden, als DJ Talla 2XLC eine entsprechende Sparte in seinem Plattenladen einführte. Damals nannten sich die zugehörigen Musikgenres zwar noch Synthiepop und EBM, aber seit 1984 gab es dafür bereits mit dem “Technoclub” eine feste Spielstätte in der Disco “No Name” und später dann im legendären Flughafen-Club “Dorian Gray”. Auch der 1993 bei einem Autounfall ums Leben gekommene DJ und Musikproduzent Torsten Fenslau (unter anderem mitverantwortlich für den weltweiten Megahit “Mr. Vain” von “Culture Beat”) und Sven Väth legten dort regelmäßig auf. Und als Techno dann in den Neunzigern tatsächlich seinen Siegeszug antrat, war die Mainmetropole natürlich auch wieder ein Mittelpunkt des Geschehens.

Seit 2015 gibt es die international mit Begeisterung aufgenommene Idee, ein “Museum Of Modern Electronic Music” (Momem) im ehemaligen Kinder-Museum im Trichter der Frankfurter Hauptwache zu eröffnen. Es wäre das erste seiner Art in Europa. Prominente Unterstützer sind unter anderem Jean-Michel Jarre, Dieter Meier (“Yello”) sowie der Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn. Ein cooles architektonisches und inhaltliches Konzept gibt es dafür schon: www.momem.org. Jetzt müssen nur noch der Frankfurter Magistrat davon überzeugt und die Finanzierung gesichert werden. Wer für das Museum spenden will, kann dies auf donate.momem.org tun und sich damit sogar in einem künftigen Exponat verewigen: Jeder Spender bekommt einen Pixel auf einer “Infinity Disc” zugeordnet, auf dem dann dessen Porträtfoto und ein Kommentar von den Museumsbesuchern abrufbar sind. Das ist doch mal was!

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