Neue Apps und Tools: Google will auf Philippinen helfen

Verheerende Auswirkungen: Schätzungen zufolge starben beim Taifun auf den Philippinen über 10.000 Menschen. Auch der Internet-Riese Google versucht jetzt übers Netz zu helfen. Foto: dpa

Verheerende Auswirkungen: Schätzungen zufolge starben beim Taifun auf den Philippinen über 10.000 Menschen. Auch der Internet-Riese Google versucht jetzt übers Netz zu helfen. Foto: dpa

Als im Frühsommer die Flutkatastrophe über Deutschland hereinbrach und Städte im Osten wie Magdeburg und Halle buchstäblich absoffen, koordinierten Menschen über das Internet die Katastrophenhilfe, gründeten Facebook-Gruppen, kreierten mit Google Maps Karten über die Evakuierungszonen, trugen ständig aktualisierte Wasserstandsmeldungen ein, richteten Webseiten ein und verbanden diese etwa mit Twitter-Accounts. Mit einem Beispiel aus Halle wirbt Google derzeit selbst massiv im Fernsehen. Auch im vergangenen Jahr bei Wirbelsturm „Sandy“, der über die Ostküste Nordamerikas hinwegfegte, formierte sich ein Großteil der Hilfe über das Internet. Für solche Fälle gibt es von Google die sogannten „Crisis Maps“, wo Orte der Hilfe direkt in virtuellen Landkarten getaggt werden können. Google Crisis Maps gibt es seit dem Hurrikan Katrina 2005.

Das zusätzliche Engagement von Organisationen und Privatleuten scheint Google, der in Sachen thematische Landkarten und News Alerts bei Katastrophen der Marktführer ist, zu noch mehr Erfinderreichtum anzustacheln. Bei der aktuellen Katastrophenlage nach dem Taifun Haiyan will Google Bevölkerung und Helfern auf den Philippinen mit neuen Apps und Tools helfen.

Und so sieht das aus: Auf einer „Crisis Page“ fasst Google verschiedene Elemente zusammen: letzte Informationen über die Wetterlage, easy access, falls man internationalen Hilfsorganisationen wie Unicef etwas spenden will, eine Karte, die mit Sprachauswahl angibt, wo auf den Inseln welche Evakuierungszonen, Notunterkünfte, Krankenstationen, Essensausgaben oder andere Ressourcen zu finden sind, teilweise mit Telefonnummern. Außerdem kann man auf dieser Seite vermisste Personen melden und/oder angeben, wenn man Informationen über einen Vermissten hat. Der sogenannte „Google Person Finder“ kann auch direkt angeklickt werden. Er ist komplett neu, und wurde von Google extra direkt zu Haiyan am Wochenende entwickelt. Er ist optimiert für Smartphones und funktioniert per SMS. Seitdem die App heute Morgen online gegangen ist, sind schon über 37.000 Such-Aufträge bzw. -Anfragen verschickt worden.

Hier ist für alle, die übers Internet helfen wollen, eine Zusammenfassung über die Google Tools zur Katastrophenhilfe und wie man sie auf- bzw. einsetzt.

Das verheerende Ausmaß des Taifuns zeigt eine Fotogalerie bei „Echo Online“. (kfe)

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