Fundstück der Woche: Schon chantalisiert?

chantalisatorEigentlich war uns ja schon immer klar, dass ein Kevin kein mittelständisches Unternehmen leiten kann, eine Jacqueline höchstens Inhaberin eines Nagelstudios wird, die Chantale (ausgesprochen: Schantalle) ihr Leben lang unterstellt bekommt, sie führe einen ungesunden Lebensstil irgendwo jenseits des Bürgertums und der Justin-Blue jetzt keine Karriere als Schauspieler vor sich hat, bloß weil sein Namenszusatz im Hause Ochsenknecht funktioniert hat. Wie in vielen Ländern Europas gilt auch in Deutschland: Namen machen Leben. Und Karrieren. Oder halt eben nicht.
Genau das ist das Thema eines nicht immer ernst zu nehmenden neuen Buches aus dem Rowohlt-Verlag, das sich mit Namensgebung bei Kindern beschäftigt (Diese ganze Kinderwunsch-Sache ist ja ein Riesengeschäft, warum sollte das auch an der Verlagsbranche in Sachen Ratgeberliteratur vorbeigehen?). Auf dem anderen Ende dieser Kindernamen-Findungsskala steht aber der Wunsch nach Einzigartigkeit. Wie ist das zu vereinbaren? Da hilft das Rowohlt-Werbeinstrument im Internet, der “Chantalisator”. Wer schon einen (langweiligen) Durchschnittsnamen hat wie ich, kann mal ausprobieren, was man Extravagantes daraus machen kann. Et voilà: Hier tippt gerade Kellsaey-Yoona Fritzsche. Was ein Glück kann ich mein Kürzel da behalten. (kfe)

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