Europas Nationen und Völker: 5000 Jahre in Zeitraffer

(dh). Eine interessante Animation veranschaulicht, wie sich in Europa in den vergangenen 5000 Jahren die Machtverhältnisse geändert haben beziehungsweise welche Völker und Nationen den Kontinent dominierten. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen: Mal sieht Europa aus wie ein bunter Flickenteppich mit sehr vielen Kleinstaaten, mal gibt es nur wenige große Staatengebilde. Geschichte im Schnelldurchlauf – aber genau deswegen höchst interessant. Europa war übrigens immer dann ein Pulverfass, wenn sich wenige Nationen großflächig verbreiteten. Das spricht eindeutig für Pluralismus.
Der Historiker Ludwig Dehio hat das Phänomen 1948 folgendermaßen beschrieben: “Es ließe sich eine Geschichte des Abendlandes denken, die alles Geschehen in Zusammenhang brächte mit den beiden formalen Prinzipien der Einheit und der Vielheit. Könnte man doch sagen, dass seit über einem Jahrtausend ein Hin- und Herpendeln statthabe zwischen der Tendenz zur Vereinheitlichung, die aber nie zur völligen Einheit führt, und der Tendenz zur Aufsplitterung, die aber nie zur völligen Auflösung fortschreitet. Beide Tendenzen verbinden sich in verschiedenen Epochen mit verschiedenen Umständen und Kräften.”

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