Die US-Präsidentschaftswahl im Netz

(kfe). Seit 11 Uhr unserer Zeit können die Amerikaner wählen. Wir gucken natürlich parallel, was im Netz so zur Präsidentschaftswahl los ist. Vor vier Jahren wurde Obama für seinen Internet-Wahlkampf gefeiert. Inzwischen haben alle Parteien begriffen, wie sie Wähler im und durchs Internet gewinnen. In der Tat sehen Obamas und Romneys Facebook-Auftritte komplett gleich aus. Sogar der Start zum „Election Day“ ist gleich:

Quelle: Facebook

Jedoch scheint Obamas Social-Media-Wahlkampfteam aufgeweckter zu sein, denn das Bild wurde vor drei Stunden gepostet, die Kommentare werden aktuell gepflegt, während bei Mitt Romney’s Seite zuletzt vor 15 Stunden etwas passiert ist. Obamas Facebook-Seite hat aber auch zweieinhalb mehr Fans als Romney’s (31.929.426 zu 12.026.721 Likes / Stand: 5. November, 14.30 Uhr).
Auch auf Twitter ist das Verhältnis der beiden Kandidaten ungleich: 21.809.255 Obama-Follower stehen 1.704.809 Romney-Followern gegenüber. Wenn es nicht um die Kandidaten persönlich geht, so ist vier Stunden nach Öffnung der Wahllokale auf Twitter #HappyElectionDay Trending Topic, noch vor dem offiziellen #election2012. Darunter geben monentan noch ziemlich viele Leute ihre Wahlempfehlung ab oder posten, dass man überhaupt wählen soll. Pro Sekunde kommen mindestens 20 neue Tweets hinzu. Viele Prominente haben bereits jetzt, am amerikanischen Morgen, den ersten Wahl-Tweet abgesetzt, etwa Chris Rock, Donald Trump, Arianna Huffington und dem fiktiven Account des „depressiven Darth Vader“. Das „New York Magazine“ schreibt: „Remember, bad politicians are sent to Washington by good people who don’t vote.“

Den „Election Day“ kann man sogar musikalisch begehen: Die „Washington Post“ hat über den Streaming-Dienst Spotify eine Musik-Liste zum Thema zusammengestellt. Und auf eine andere Art Spaß machen möchte jemand in Brooklyn, wie die Gruppe „Street Art Utopia“ festhält, die dieses Plakat in New York gesichtet hat:

Quelle: Street Art Utopia / Facebook

Auch schön – und so lehrreich: Der englische „Guardian“ erklärte schon vor ein paar Wochen die Geschichte der Republikaner mit Burgern und Pommes.

Jetzt haben die beiden Grafikerinnen Anna Lena Schiller und Lisa Rienermann unter dem Titel „Binders full of burgers“  auf Tumblr die Präsidentschaftswahl mit – na klar – Burgern und Pommes grafisch dargestellt: wie viele Wahlberechtigte es gibt, wie viele davon wählen gehen, wer nicht wählen darf, wie groß Romneys und Obamas Wahlkampf-Ausgaben sind und wie viel für was ausgegeben wurde, welche Länder am meisten in den TV-Duellen erwähnt wurden und und und. Sehr sehenswert! Und: Am Ende wurde nichts vom Essen weggeworfen; alles wurde aufgegessen, wie die Beiden versichern.

Und wer jetzt immer noch keine Ahnung hat, wie das eigentlich alles funktioniert – die Kollegen vom NDR haben ein super Erklärbär-Video gemacht.

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