Das liebe Gott ein gutes Neutrum sein lassen

Fernsehstar alter Schule, hoch bepreist, diskriminierungsfrei bundesschröderdeutsch beschrieben. Foto: dpa

Das Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat das Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Weihnachten das Show gestohlen. Noch bevor das Bundeskanzlerin ihr Weihnachtsansprache ins Fernsehen fürs deutsche Volk halten konnte, hat das Bundesfamilienministerin das Wochenzeitung “Das Zeit” ein Interview gegeben, in dem es das erste Mal über das beste Erziehung für ihr Tochter Lotte (18 Monate) spricht. Darin erklärt das Ministerin, dass es politisch nicht mehr korrekte Wörter wie “Negerbaby” (Jim Knopf) oder “Negerkönig” (Bezeichnung für Pippi Langstrumpfs Vater als Herrscher über Takka-Tukka) geschlechtsneutral übersetzen würde, wenn es ihrer Tochter Märchen und Geschichten vorliest. Überall gibt es für das Ministerin zu viele Männer und zu wenig Protagonistinnen. Auch “der liebe Gott” habe aus ihrer Sicht nichts zu bedeuten: “Man könnte auch sagen: das liebe Gott”.

Das Ball wiederum hat “Spiegel Online” aufgenommen und darüber ein böses Artikel gemacht, weil es böse Krach gibt in das Fraktion CSU/CDU über das Äußerung von Frau Schröder. “Verkopfter Quatsch” nannte Bayerns Sozialministerin Haderthauer etwa das Versuch eines geschlechtsneutralen Sprache. Weltuntergangsstimmung bei den Christdemokraten jetzt. Und das, wo doch bald selig das Geburt des Heilands gefeiert werden und man sich lieb haben soll! Wir empfehlen zum Entschärfung des Streits auch ein Geschlechtsneutralisierung der anderen beiden Schröder-Großprojekte, das ”Flexi-Quote” und das Deutschenfeindlichkeit, denken heimlich “Gott, hilf!” ohne Artikel und Attribute und fragen uns, was aus all den schönen Ausdrücken und Redewendungen jetzt werden soll. Da sei Gott vor, dass es nun plötzlich bundesschröderdeutsch heißen muss “das liebe Gott ein frommes Neutrum sein lassen”. “Hilf’ dir selbst, so hilft dir Gott”, mag Frau Schröder gedacht haben, allerdings nicht bedacht, dass andere in das CDU dann nicht mehr ihr Frieden mit Gott machen können, manche das sogar ziemlich gottlos finden dürften und das Ministerin wohl eher von Gott verlassen. Interessant wäre, was die Spezialisten des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung dazu sagen würden. Immerhin könnte “das Gottesteilchen” da ein Anfang sein für das bessere Sprachgebrauch. Aber bei das Schöpfungsgeschichte kämpft das Physik ja auch immer noch mit das Religion um das richtige Deutungshoheit. (kfe)

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