“Big Brother” im All: Ohne Rückfahrkarte zum Mars!

(dh). Bas Lansdorp von der niederländischen Firma “Mars One” will noch einen Schritt weiter als die Nasa mit ihrem Erkundungsfahrzeug “Curiosity” gehen: Er möchte bis 2023 eine ständige Marskolonie aufbauen. Dafür sucht er Freiwillige, die sich auf die Reise ohne Rückfahrkarte (!) machen wollen. Die freiwilligen Astronauten sollen sich zehn Jahre lang auf ihren Einsatz vorbereiten. Lansdorp plant, sie in Gruppen jeweils im Abstand von zwei Jahren zur Marssiedlung zu schicken. Das Ganze soll live im Internet zu verfolgen sein, eine Art “Big Brother” im All.
Ein eigenes Raumschiff wolle man nicht bauen, stattdessen will „Mars One“ mit Zulieferern arbeiten. Geld gibt es laut Lansdorf von Sponsoren. Die Lebensbedingungen auf dem Roten Planeten – der im Hinblick auf die niederländische Nationalfarbe dann vielleicht nur noch Orangener Planet genant wird – sind allerdings nicht gerade erquicklich: Die Durchschnittstemperatur liegt bei 55 Grad unter Null, und die Atmosphäre besteht zu 95 Prozent aus Kohlendioxid. Sauerstoff soll deswegen aus dem Eis gewonnen werden, das möglicherweise unter der Marsoberfläche lagert. Möglicherweise – hallo??? Wie auch immer: Wir sind sehr gespannt, ob aus dem Projekt etwas wird. Für einen Riesen-Medienzirkus eignet es sich auf jeden Fall schonmal.

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One Response to “Big Brother” im All: Ohne Rückfahrkarte zum Mars!

  1. Kerstin says:

    Zehn Jahre Vorbereitungszeit! Wer sponsert denn sowas? Das klappt nie!

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