Advent, Advent, welcher Kranz brennt?

Archivfoto: ECHO

Mittlerweile ist es ja schon normal, dass die Kollegen ab Mitte August in Hab-Acht-Stellung gehen und sich einen internen Wettkampf darüber liefern, wer zuerst die ersten Lebkuchen in einem südhessischen Supermarktregal entdeckt. Es gibt aber auch noch einen (unfreiwilligen) Wettkampf von der anderen Seite: den der Unternehmen um die dämlichste Weihnachtsmeldung noch vor Beginn der Adventszeit. Freilich wissen die Unternehmen nicht, dass sie Jahr für Jahr an diesem Wettbewerb teilnehmen, aber sonst würde dieser ja auch nicht so gute Ergebnisse bringen.

In diesem Jahr hat keine Firma gewonnen, sondern eine, nun ja, nennen wir sie Arbeitsgemeinschaft, die von einer rührigen PR-Agentur aus dem Rheinland vertreten wird. Sie fragt uns: “Was für ein Adventskranztyp sind Sie?” Und liefert die Typisierung natürlich gleich mit, um dann im dritten Schritt die passenden Kerzen verkaufen zu wollen.

Am frühen Morgen diese Mail empfangen, wird sie mir den ganzen Tag sicherlich keine Ruhe lassen. Diese wirklich entscheidende Frage muss ich unbedingt noch vor Beginn der Adventszeit klären. Was für ein Adventskranztyp bin ich wohl? Hmm, der, der es grün mag? Und mit so vier Kerzen drauf? Hilfe verspricht wie immer das Internet, das mich an einen Klassiker von Matthias Claudius erinnert:

“Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden, dass er leuchte uns so sehr durch die dunklen Stunden” – Licht ins Dunkel wünsche ich hiermit auch der Firma und ihrer PR-Agentur. Und wenn das kein super Tipp ist: Claudius-Zitat verschicken, neuen Trend kreieren (der Trend geht zur fünften Kerze) und satt Kohle machen. Ich nehme dann übrigens 15 Prozent. Ach Mist, jetzt hab’ ich schon alle vier Kerzen angezündet! (kfe)

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