Der letzte Turm fällt

Der Longfront-Bagger in Aktion. Der Abriss von Haus 8 hat begonnen.

Der Startschuss zum Abriss vom letzten verbliebenen Studentenwohnhaus ist gefallen. Der Turm Nummer 8 ist das größte und zugleich höchste Gebäude. Nun wird auch dieses dem Erdboden gleich gemacht.

Heute haben die Abbrucharbeiten am letzten Wohnturm mit der Hausnummer 8 begonnen. Das Gebäude bringt es auf eine stattliche Höhe von knapp 60 Metern. Um es abzureißen, hat die Abrissfirma Eckert einen 15 Meter hohen Erdhügel aufgeschüttet. Dieser dient als Rampe für die Longfront-Maschine, einem Bagger, der mit seinem Teleskoparm die 18 Stockwerke Stück für Stück abträgt.

Eine solche Spezialmaschine mit einer Abbruchhöhe von 50 Metern findet man nicht auf jeder Baustelle. Die Abrissfirma musste das Gerät und seine Auslegerteile als Schwertransport anliefern lassen. Der Bagger kam direkt von einem Einsatz aus dem Raum Leipzig. Aufgrund von logistischen Problemen wäre es hier beinahe noch zu einer Verzögerung gekommen.

Der Abriss des gesamten Obergeschosses soll laut Bauleiter Matthias Mohr etwa drei Wochen in Anspruch nehmen. Für das Fundament und das Untergeschoss brauchen die Bauarbeiter dann noch einmal weitere drei bis vier Wochen. „Damit liegen wir einigermaßen im Zeitplan“, so Mohr. Bis zum Ende des Jahres soll der gesamte Abriss abgeschlossen sein.

Text & Fotos: Anne Neukirchner und Christian Bunke

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7 Antworten auf Der letzte Turm fällt

  1. dieter schuster sagt:

    kann mir jmd mal erklären, wieso zuvor ein gerüst gestellt wurde? okay asbest und fenster müssen raus, aber wozu sind die 1mio pickel auf der aussenwand? das abreissen einer betonwand kann doch unmöglich erst durch perforierung möglich werden!? danke

    • Bernd Bornemann (8603) sagt:

      Bei den ca. 1 Mio Pickel auf der Außenwand handelt es sich vermutlich um die Aufhängungspunkte für die vorgehängte Wärmedämmfassade, die die DBP-Telekom dem Bau in den späten 80er-Jahren spendiert hatte, um die Heizkosten etwas im Zaum zu halten. Die Alufenster hat man damals allerdings nicht mitgetauscht, weil das zu teuer erschien. Auf dem Foto ist nun wieder die nackte Betonfassade aus den 70ern zu bewundern. Die ja inzwischen wohl auch Geschichte ist, nehme ich an?

  2. Peter Lang sagt:

    Jetzt ist mein Zimmer, das ich lange bewohnt habe, Geschichte. Es war 8778, ganz oben über den Wolken, das 3. von links.

  3. AltDieburger sagt:

    Die Türme waren mit Platten versehen und gedämmt.
    Diese Dämmung muss aber nachträglich angebracht worden sein,
    da auf den Türmen auch noch einmal die Hausnummer zu sehen ist.

    Die Platten mussten vorher runter, daher das Gerüst.
    Die “Pickel” sind die Halterungen dieser Platten.

  4. ingo sagt:

    und 8274 ist nun auch Geschichte aber die Erinnerungen bleiben wach……….

  5. Horst Mayer 8502 sagt:

    Hallo! IngAk Fans, mit dem Abbruch verschwindet ein Stück Lebensgeschichte, welches ich nicht missen möchte. Es erinnert in eindringlicher Weise wie alles der Vergänglichkeit preisgegeben ist.
    War eigentlich Meinung, das wir die Standzeit der Cheops- Pyramiden übertreffen.
    Hänge heute noch an der Bazille oder ans Smugglers. Bin halt ein ewig Gestriger….
    Lasst mich etwas sentimental und traurig sein…
    An dieser Stelle allen, die mich in dieser Zeit auf meinen Weg begleitet haben einen tiefen herzlichen Dank für Dinge, die nicht zu kaufen sind.
    Viel Gesundheit und Freude für Euren weiteren Weg.
    Liebe Grüße
    Horst

  6. Peacemaker 8525 sagt:

    Ich hatte die Ehre ein Zimmer als letztes bewohnen zu dürfen.
    Sommer 2001 zog ich aus und hatte die Genehmigung der HL das Zimmer so hinterlassen wie ich wollte (inkl. Staubhaufen und Hochbett Spezial Anbau).
    Noch heute träume ich gelegentlich von der meinem immerhin 3 jährigen Aufenthalt.
    Staubige, aber doch sehr schöne Zeit in dem alten, maroden Mauerwerk!

    gruß
    alX

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