Das Geheimnis von Haus 5


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Im Schutzraum unter Haus 5 hängt noch ein altes Telefon

Hartnäckig hält sich in Dieburg die Legende über die Atombunker, die sich unter den ehemaligen Wohntürmen der Ingenieur-Akademie befinden sollen. Auch über geheime Zugänge wird gemunkelt. Um Licht ins Dunkel zu bringen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, haben wir uns mit den beiden Abrissleitern Thomas Landwehr und Matthias Mohr auf Erkundungstour begeben.

Wir sind in Haus 5, es ist das drittgrößte der ehemaligen Wohntürme. Die beiden Abrissleiter begleiten uns. Sie kennen mittlerweile alle Geheimnisse rund um die Gebäude  - eines davon ist der vermeintliche Atombunker.

Durch diese schmale Tür geht es in den Schutzbunker

“Wie weit ist es denn noch?”, frage ich. “Na, wir sind doch schon drin!”, erwidert Landwehr. Das überrascht mich. Wir sind in einem leeren Kellerraum und die letzte Tür vor diesem Raum war lediglich eine zirka vier Zentimeter dicke Stahltür. Ein Atombunker sieht anders aus. “Die offizielle Bezeichnung war Schutzraum”, erklärt Mohr. Verständlich, denn wenn das ein Atombunker gewesen sein soll, könnte so ziemlich jede Tür eines Fahrradschuppens der Zugang zu einem Atombunker sein.

Dennoch strahlen die Räume eine gewisse Faszination aus. Es ist stockdunkel. In der Ecke steht ein Gerät zur Luftaufbereitung, drei dicke Rohre führen die Wand. In einem weiteren Raum stehen Stockbetten. Auf drei Etagen hätte man die Bequemlichkeit eines Feldlazaretts genießen können. Direkt um die Ecke waren Toiletten und ein Waschbecken untergebracht. Ein anderer großer Raum mit 35 Quadratmetern hätte wohl so etwas wie der Aufenthaltsbereich für die potentiellen 129 Schutzbedürftigen sein sollen. Der einzige Grund für die recht optimistische Zahl dürfte gewesen sein, dass man nie vom tatsächlichen Ernstfall ausgegangen ist. An der Wand hängt eine Inventarliste vom August 1986. Im April des gleichen Jahres explodierte das Atomkraftwerk in Tschernobyl.

Betrachtet man die Liste genauer, macht noch etwas stutzig: Viele der benötigten Gegenstände waren an anderen Orten auf dem Campus verteilt. Wer hätte zum Beispiel im Fall der Fälle daran gedacht, 129 Rollen Toilettenpapier zu holen, und das bevor der Schutzraum verschlossen wurde? Wie lange kommt eine Person mit einer Rolle Toilettenpapier überhaupt aus? Auch die vorgesehenen 452 Trinkwasserbehälter waren im Lager der Hausverwaltung und nicht bereits im Schutzraum vorrätig.

Ein Fluchttunnel, durch den die Schutzsuchenden ins Freie kamen

Des Weiteren verfügte der Schutzraum über keine unabhängige Stromversorgung. Die wäre jedoch nicht nur in einem Atomkrieg, sondern bereits bei einer kleineren Katastophe hilfreich gewesen. Rein theoretisch hätten Schutzsuchende wohl einige Zeit in den Räumen überleben können. Die Frage aber ist: Was? Wenn das Haus zusammengestürzt wäre, hätten die Bewohner über Fluchttunnel herauskriechen können – die Ausgänge sind rund um das Gebäude verteilt. Die Konstruktion war Pflicht: Laut Mohr geht der Bau dieser Schutzräume auf die damals gültigen Bauvorschriften zurück.

Ich bin froh, als wir nach einer Viertelstunde wieder ans Tageslicht zurückkehren. Der modrige Geruch war vor 20 oder 30 Jahren bestimmt nicht angenehmer. Landwehr meint: “Wenn damals jemand eine Atombombe geschmissen hätte, wäre ich lieber auf das Dach von Haus 8 gegangen und hätte nochmal die Aussicht genossen.”

Text und Fotos: Marco Wandura

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2 Antworten auf Das Geheimnis von Haus 5

  1. Michael Dirks sagt:

    Moin Moin!

    Nie, nie wieder wird solch ein genialer Campus mit all seinen Möglichkeiten geschaffen! Nie, nie wieder wird es Derartiges geben, daß Studenten und andere Mitbewohner dermaßen verbunden miteinander leben können. Nie, nie wieder wird es das geben, daß ein vermeintlich lediglich häßlicher Häuserkomplex aus Stahlbeton soviele Erinnerungen und Gemeinsamkeiten unterschiedlichster Menschen vereinnahmen kann. Nie, nie wieder wird es derartige Möglichkeiten für Studenten und Mitbewohner geben, ein damals absolut durchdachtes Freizeitangebot wahrnehmen zu können. Nie, nie wieder wird es ein Waldfest hinter dem Haus 8 geben. Nie, nie wieder wird es den Geist des Campus Dieburg geben! Und dies ist sehr schade! Ich war gegen Ende Februar mit einigen Mitbewohnern zur letzten offiziellen Öffnung des Hauses Acht in Dieburg vor Ort. Traurig war es! In einem Haus dieser Bauart, massiv und unverwüstlich, die Gewißheit zu bekommen, daß ein simpler Abrißbagger mit anzunehmenden geistig minderbemittelten Bediener, der einfach nur dilletantisch “einreißt”, umherzugehen, raubt mir bis heute den Verstand. Ich habe in meiner Zeit, als ich dort im 17. Stock wohnte, viel Mist gebaut, manchmal auch grenzwertige Sachen, die aber stets lustig waren. Aber an solch einen dilletantischen Abriß dieser Häuser mit sehr viel Geschichte für sehr viele ehemalige Bewohne hätte ich nie gedacht. 44 Jahre ist Haus Acht geworden. Man hätte daraus etwas Neues erschaffen können. Und welche Kleinstadt hat schon solch einen Wohnturm, von dem man etliche Teile Hessens erblicken kann und an dem sich viele orientieren? Wer alleine Silvester mal auf den Dach von Haus Acht erlebt hat, wird diesen “schönen” Wohnturm in Zukunft vermissen. Ich werde als ehemaliger Bewohner des Zimmers 8753 niemals verstehen, wie man solch eine geniale Konstruktion einfach dem Erdboden gleichmachen kann.

    Haus Fünf ist schon tot, seit vorgestern. Einfach nur unverständlich!

    Einen traurigen Gruß,

    Michael!

  2. Jörg sagt:

    Auf dem Campus gibt es noch weitere, mitunter größere Schutzräume, die nicht abgerissen wurden ;-). Viel Spaß beim Suchen!

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